Wild Wild West

Die Luft ist trocken und ein Strohballen weht über die Straße. Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel herab und ich muss blinzeln um überhaupt etwas sehen zu können. Die vorbeireitenden Pferde hatten viel Staub aufgewirbelt, der sich noch nicht wieder ganz gelegt hat. Eigentlich müssten gleich die Büffel kommen, doch bisher deutet nichts darauf hin. Also warte ich und lasse stattdessen meinen Blick über die Main Road schweifen. Es ist alles da. Ein Saloon, ein Gemischtwarenladen, das Gefängnis. Schön sieht es hier aus, so wie man es sich vorstellt. Doch plötzlich ertönt die Musik. Das Trappeln von Pferdehufen nähert sich. Und die Show beginnt.

In Pullman City leben neben Pferden auch Büffel und Longhorn Rinder.

Pullmann City, der Westernstadt im Harz. Hier können Besucher den Wilden Westen hautnah erleben. Ein wenig skeptisch war ich ja schon vor meinem Besuch. Solche Wild West Städte kannte ich bereits aus den USA und auch dort fand ich die meisten, obwohl es von der Lage ja eigentlich perfekt war, nicht besonders authentisch. Denn wenn man durch eine Saloontür geht und in einem McDonalds landet, mag das zwar authentisch für die USA sein, jedoch nicht für eine Westernstadt. Doch Pullmann City gefiel mir. Detailgetreu versuchte man hier den Wilden Wester wieder aufleben zu lassen, ohne dabei lächerlich oder übertrieben zu wirken.

Das Highlight des Besuchs ist die Wild West Show.

An der Main Road reihen sich die typischen Restaurants und Geschäfte des Wilden Westens. Dahinter liegen die Tiergehege und Pferdeställe. Durch die Stadt flanieren verkleiderte Darsteller, denen man ihre Rollen abkauft. Siedler, Indianer, Cowboys. Den ganzen Tag über finden verschiedene Shows überall in der Stadt verteilt statt.

Für alle die länger bleiben wollen, gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten

Highlight ist jedoch für mich die große Buffalo Bill Wild West Show auf der Main Road, in der den Zuschauer der Wilde Wester näher gebracht werden soll. „Buffalo Bill“ erzählt wie es im Wilden Westen damals gewesen ist, während Siedler, Indianer und sogar eine Bisonherde die Main Road passieren. Zwischen den Shows kommen insbesondere Kinder und Kindgebliebene auf ihre Kosten: Goldschürfen, Ponyreiten oder der große Abenteuerspielplatz laden zum Verweilen ein.

Es ist nicht der echte Wilde Westen, noch nicht einmal ein Überbleibsel davon. Doch die Menschen, die dort arbeiten, tun dies mit einer Leidenschaft, so dass man sich als Besucher zumindest in die Zeit zurückkatapultiert fühlt, die man sich selbst so vorgestellt hat. Pullman City, das war mit Sicherheit kein einmaliger Besuch.

(Erlebnisbericht Ende. Keine Werbung, nix da, eigene Erfahrung bla bla bla #complywithforkin’everylegalshit)

 


Und sonst so?


Ein Gedanke zu “Wild Wild West

  1. Dort fahre ich oft vorbei, manchmal schaue ich auch rein, aber meist zu Zeiten, an denen dort nichts los ist.
    Du hast mein Interesse geweckt. Danke.

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