F wie Foster’s

Header_Fosters1

Jeder hat doch dieses eine Getränk, dieses eine Essen oder sogar dieses eine Restaurant … wonach man sich das ganze Jahr oder eine halbe Ewigkeit nach sehnt und was es nur an diesen einen ganz bestimmten Ort/Land/Stadt gibt. Das, was man mit Urlaub und Reisen verbindet. Auch ich habe so etwas. Und zwar ein ganz bestimmtes Bier.

Bevor jetzt Bierkenner oder Semi-Alkoholiker auf die Barrikaden gehen und gegen mein heißgeliebtes Foster’s schießen: Hört mir doch lieber mal zu warum ich’s mag. Und warum ich etwas anderes noch viel lieber mag. Aber mal von Anfang an.

Wir schreiben das Jahr 2014. Ich befinde mich auf der Zielgeraden in meinem Bachelorstudium und bevor es an die Bachelorarbeit geht, packe ich noch mal meinen viel zu kleinen Koffer und mache ich auf in eine Stadt, die glücklicherweise von großen Touristenströmen bisher verschont geblieben ist: Cardiff. Wieso Cardiff? Wieso Wales? Nun ja, ich könnte jetzt von wunderschöner Landschaft, kultureller Tiefe oder prinzipiell den Walisern schwärmen, aber ich bin ja ehrlich. Ich wollte nach Cardiff um mir die Doctor Who Experience, eine Ausstellung zu meiner absoluten Lieblingsserie, anzusehen. Genau deshalb ging es nach Cardiff.

Am Vorabend des Doctor-Who-Experience-Besuches ging es dann noch mal für einen kleinen Absacker in die Hotelbar. Bereits im Lift fiel mir ein Werbeplakat auf: Foster’s Radler stand darauf, zwei für eins. Ein Radler? Bei den Briten? Konnte ich mir ja nicht so recht vorstellen, also musste ich mir wohl mal eins bestellen. Das Radler, welches ich bekam, hörte auf den Namen „Foster’s Radler, Cloudy Lemon.“ Bei uns würde es wohl in die Kategorie naturtrüb fallen. Und ich muss sagen, dass Radler schmeckte. Saugut. Zwar nicht unbedingt nach einem deutschen Radler, aber es schmeckte einfach. Zurück im Land der guten Biere suchte ich mich natürlich dumm und dusselig nach einem Foster’s Radler. Noch nicht mal ein Foster’s ohne Radler fand ich. Nirgends. Aber fast jeder kennt es. Fast jeder war sich sicher, dass kürzlich noch verkauft zu haben. Aber gefunden habe ich trotzdem nichts.

Fosters2 (1)

Gesucht. Ganz dringend.

Und deswegen frage ich euch: Weiß jemand, ob es irgendwo in Deutschland Foster’s oder Foster’s Radler zu kaufen gibt?

 


Mehr über Cardiff gibts hier:

 

Halbzeit

 

Header2

Ich weiß, ich weiß. Niemand hört es gerne, aber es ist einfach Tatsache, dass das Jahr schon wieder halb rum ist. Finde dich damit ab, du kannst es eh nicht ändern. Aber was du machen kannst: Die kommenden Monate planen. Und auf welchen Tag sollte man in der Planung einen besonderen Augenmerk werfen? Auf die Silvesternacht natürlich. Natürlich. 

Wer Silvester nicht zu Hause verbringen möchte, dem kann ich zwei Ziele empfehlen: New York und Dänemark. Wie kommt se nun darauf, fragt sich vielleicht der ein oder andere. Ganz einfach: An eben diesen Zielen war ich zu Silvester. Andere Orte sind bestimmt auch ganz nett, aber da kann ich dann leider nicht mitreden. (Wenn ihr Tipps habt, haut raus! Ich freue mich über jeden.)

Dänemark2

Gemütlichkeit zur besten Zeit.

Vor genau einem Jahr hatte ich die Idee noch gar nicht. Ich glaube, es war so Ende August, wo sich plötzlich ein Gedanke in meinem Kopfwirrwarr einnistete: Dänemark wär‘ ja auch mal ganz nett. Und da ich oft nicht nur einen  Gedanken in meinem Kopf habe, sondern auch mal ein paar mehr, kam dann schon der nächste und der übernächste: Dänemark – Ferienhaus – Silvester. Warum nicht? Und bevor ich überhaupt genügend Mitreisende hatte (ein Ferienhaus zu zweit hätte bei dem ja doch ziemlich kurzfristigen Plan etwas das Budget gesprengt), suchte ich bereits nach einer geeigneten Unterkunft. Schon bald kristallisierte es sich heraus, dass wir etwas über Airbnb buchen werden und ebenfalls sehr bald, verringerte sich auch schon die Anzahl der möglichen Unterkünfte – was auch ein wenig an unseren Ansprüchen lag: Mind. 3 Schlafzimmer, W-Lan, nicht zu weit vom Strand entfernt und ne Sauna wollte der Herr dann auch noch. Als wir dann endlich das passende gefunden und gebucht hatten, kam die automatische Stornierung am Tag darauf: Das über Airbnb gebuchte Ferienhaus war doch nicht frei. Na vielen Dank auch, Airbnb. Aber Hauptsache die Kreditkarte wird sofort belastet. Der Vorfall machte uns jedoch schlau: Zukünftig schrieben wir die Vermieter erst immer direkt an und fragten nach, ob das Haus noch frei sei bevor wir auf den „Sofort buchen“-Button drückten. Beim zweiten Versuch funktionierte das schließlich auch.

6 Personen, keine Katze

Dänemark3

Geht von hier der Bus nach Bullerbü?

Und wo ging es hin? Nach Rageleje im Norden von Seeland, der größten Insel Dänemarks und nur 45 Minuten Autofahrt von Kopenhagen entfernt – perfekt. Am 30. Dezember ging es dann also frühmorgens los: Zwei Autos, sechs Personen, keine Katze. Direkt gen Norden, einmal in Hamburg verfahren und problemlos über die Grenze.
Anstelle mit der Fähre zu fahren, hatten wir uns für die etwas längere Strecke (und Brücke) entschieden, was uns umgerechnet 30€ fürs Auto kostete. Fähre wäre um einiges teurer gewesen und schneller hätte uns das wahrscheinlich auch nicht gemacht.

Dänemark4

An der Küste

Im Ferienhaus angekommen, wurde erst mal alles gründlich besichtigt und bezogen. Nachdem der erste Eindruck durchweg positiv war, machten sich ein paar von uns auf zum nächsten Supermarkt um für Silvester und Neujahr schon mal alles einzukaufen. Das dauerte dann schon so seine Zeit, da wir automatisch alles mit den Preisen aus Deutschland verglichen. Und mit alles meine ich wirklich alles. Nachdem wir nach gefühlt zwei Stunden den Supermarkt verlassen und dabei reichlich blöd von den Dänen angeschaut worden waren, fiel uns beim Rausgehen ein großes Schild auf: Der Supermarkt hatte sowohl an Silvester als auch an Neujahr geöffnet. Kein Wunder, dass wir so schräg angeguckt wurden – hatten wir doch gleich zwei Einkaufswagen vollgepackt. Na ja, was man hat, das hat man eben.

Heiß und nass

Am ersten Abend wurden Sauna, Whirlpool und Kamin dann noch eingeweiht. Mit Sauna kann ich persönlich nicht so viel anfangen, aber einen Whirlpool und Kamin dabei zu haben, war schon ganz nett. Der Silvestertag stand einerseits ganz unter dem Motto „Silvestervorbereitung“, andererseits war auch eine Strandbegehung Teil des Tagesprogramms. Der Strand war ca. 20 Minuten zu Fuß von unserem Haus entfernt. Ein netter Spaziergang an einem eiskalten Wintermorgen. Doch der Weg durch die eisige Kälte hatte sich gelohnt: Der Strand war wirklich wunderbar: Den Anblick genießen, Fotos machen, Steine sammeln … und frieren. Ganz viel frieren. Ich glaube, es war der Gedanke ans wunderbare Kaminfeuer, was uns dazu gebracht hat, es so lange bei eisiger Kälte am Strand auszuhalten.

Dänemark7

Guten Morgen Dänemark!

Die Silvesternacht verbrachten wir größtenteils im Haus – bei jeder Menge Looping Louie Runden. Als es dann endlich soweit war, ging es dann nach draußen. Und eins muss ich sagen: Gutes Feuerwerk machen, das können die Dänen. So ein schönes Feuerwerk hatte ich wirklich schon lang  nicht mehr gesehen. Und lang war es auch noch. Den Neujahrstag verbrachten wir dann noch mal in Rageleje. Bevor es am 2. Januar nach Hause ging, haben wir noch mal einen kurzen Stop in Kopenhagen hingelegt. Wegen Hard Rock Café Shirt besorgen, ihr versteht schon. Leider war das Wetter an diesem Tag so katastrophal, dass mit Sightseeing auch nicht so viel drin war. Bei Minustemperaturen und Schneeverwehungen ging es dann noch schnell zur Meerjungfrau und dann direkt auf die E20 zurück nach Hause.

Gut war’s

Alles in allem war das eine schöne Reise: Mein erstes Mal Dänemark. Wer sich vorstellen kann Silvester auch mal in Dänemark zu verbringen, der sollte sich früh genug um die Planung kümmern. Bestimmt hätte es noch eine viel größere Ferienhausauswahl gegeben, wenn wir einen Monat früher mit der Planung begonnen hätten. Aber alles in allem hat das Haus auch wirklich gut  zu uns gepasst. Wer genau wissen möchte, wo wir gewohnt haben oder selbst auf der Suche nach einem hübschen Ferienhaus ist, klickt hier.

Habt ihr schon Silvesterpläne?

 

 


Mehr spannende Geschichten hier:

Über den Kartenrand hinaus

Header1

Wo genau waren wir noch mal vor zwei Jahren im Herbst? Wo soll es als nächstes hingehen? Und wie weit ist wohl mein absolutes Traumziel weg? Keine Ahnung, aber lass‘ mal auf ne Karte gucken. 

So oder so ähnlich geht es mir oft. Zwar weiß ich wo was liegt, aber trotzdem kann ein Blick auf eine Weltkarte Dinge offenbaren, die mir vorher nicht so bewusst waren. Dass Rom und New York City auf einer Höhe liegen, war mir beispielsweise auch nicht immer klar. Und obwohl mir das schon länger bewusst ist – dank qualitativer Erdkundestunden in einer quantitativen Schulzeit – erstaunt es mich doch jedes Mal wie nah Alaska und Russland beieinander liegen.

Leinwand1

Leinwand von halloleinwand.de

Doch eine Weltkarte sorgt vor allem für eines: Übersicht bewahren. Übersicht, wenn es darum geht über vergangene Reisen zu sinnieren oder neue zu planen. Der Vorteil einer Karte gegenüber einem Globus ist die Tatsache, dass man eine Karte auf vielfältige Art und Weise bearbeiten kann: Sticker, Pins oder ein altbewährter Kringel mit einem Textmarker sind nur ein paar der Möglichkeiten. Ich muss sagen, dass ich selbst nicht die Kreativste bin, was Kombinationen aus Produktivität und Stil angeht. Aber gut, dass es ja Pinterest gibt. Und das restliche Internet. Und für euch natürlich Kofferzuklein, denn ich habe mir selbstverständlich die Mühe gemacht und mich ein wenig umgeschaut. Hier kommen meine Ergebnisse, sehr subjektiv natürlich:

Ich wollte eine Karte haben, in der ich Pins dort reinstecken kann, wo ich bereits war. Die Karte sollte zwar eine Weltkarte sein, sich jedoch nicht unbedingt auf Länder fokussieren, sondern auf Städte. Deshalb hab ich mich auch gegen eine dieser Scratch-Maps entschieden, da ich erstens bereits so eine habe und zweitens ich es irgendwie doof finde, wenn man zum Beispiel mal in Kanada war, gleich ganz Kanada frei rubbeln zu müssen, obwohl sich der Visit nur auf einige Städte beschränkt hatte. Ich mein, guckt euch doch mal an wie riesig das Land ist. Und es nur halb zu kratzen, sieht auch irgendwie doof aus. Also: Keine Scratch-Map.

Hallo Leinwand, hallo schöne Welt

athletesabroad.wordpress.com

© athletesabroad.wordpress.com

Stattdessen entschied ich ich für eine Weltkarte von Halloleinwand.de. Mit einem Sonderangebot lockten sie mich und schließlich wurde eine Leinwand in einer Größe von 75 x 125 cm bestellt. Der Versand ging relativ fix, denn schon nach drei Tagen war sie bereits da. Und mit dem, was mir für rund 50€ geliefert wurde, war ich sehr zufrieden: Gute Qualität, gute Lesbarkeit. Was mir nicht so gefallen hat, waren die in rot mitgelieferten Pins. Die haben nämlich nicht so zur Sepia-Karte gepasst. Schöner hätte ich Pins in einem matten Gold gefunden. Vielleicht besorge ich solche noch, denn auf Amazon gibt’s welche für 4,99€.

Und einen Tag nachdem die Leinwand hing und zudem jede freie Wand mit Urlaubsfotos vollgekleistert war, machte ich den Fehler und schaute mal wieder bei Pinterest vorbei. Und was sah ich da? Eine echt gute Idee, Fotos mit Souvenirs innerhalb von kreativer Wandgestaltung zu verknüpfen. So kann man einerseits Fotos aufhängen, andererseits aber auch andere Erinnerungsstücke wie Eintrittskarten, Muscheln oder Postkarten dazu tun. Ich muss sagen, ich sammle zwar alle Eintrittskarten oder Flyer, die ich im Ausland bekommen habe, aber eigentlich wandern sie nach einer Reise in eine Kiste – auf nimmer Wiedersehen. Schade eigentlich. Hätte ich eine freie Wand, dann würde ich mir auf jeden Fall so etwas hinhängen.

Stilvoll anders

Ich merke selber, dass ich irgendwie von meinem ursprünglichen Thema (Weltkarten) abgekommen bin. Scusi. Deswegen kommt jetzt eine, die ich persönlich auch sehr schön finde: Stilvoll, mehr als übersichtlich und auf den ersten Blick nicht unbedingt sofort als Weltkarte zu erkennen:

contemporist.com

© contemporist.com

Mir gefällt’s. Der Stil erinnert mich sehr an Urban Outfitters. Zeitlos ist er nicht, keine Frage. Aber ich mag diese Übersichtlichkeit und ich denke, dass die „Weltkarte“ auch ohne Bilder bestimmt super aussehen würde. Aber leider, leider fehlt mir auch hierzu eine freie Wand … und die nötige Motivation mir so etwas zu basteln.

Wie schaut’s bei euch aus? Wandern eure Reiseerinnerungen lediglich in eine dunkle Kiste oder auf ihren Instagram Account? Oder seid ihr genauso kreativ veranlagt wie die Menschen, die hinter den schönen Pinterest-Posts stecken? Hinterlasst doch einen Kommentar oder schickt doch gleich ein Foto an kofferzuklein@web.de


Haste noch was für mich?

Pack die Buntstifte aus!

header1

Ich sitze irgendwo am Flughafen und warte auf meinen Weiterflug. Ich bin gesättigt und mit Getränken versorgt. Das Terminal kenne ich inzwischen in – und auswendig und zum shoppen will ich mich auch nicht aufraffen. Meine Hand wandert in die Tasche und schon habe ich mein Handy in der Hand. Das Handy, wo ich täglich E-Mails und Nachrichten bekomme, die entweder etwas mit Uni oder Arbeit zu tun haben. Nein Danke, daran will ich jetzt nicht erinnert werden, denn ich habe Urlaub. Zurück in die Tasche mit dem Teil. Ich könnte Musik hören. Nah, geht auch nicht. Die Musik befindet sich ja auch auf meinem Handy. Ich könnte ein Spiel spielen. Mist, auch auf dem Handy. Ich könnte meine bereits geschossenen Fotos mir anschauen … Ihr ahnt es: Genau, sie befinden sich auch auf dem Handy aka Smaaaaartphone. Also sitze ich da am Flughafen und weiß nichts mit mir anzufangen. Noch nicht einmal das Leute beobachten macht Spaß. Ich fühle mich wie eine unterbeschäftigte Vierjährige und entschließe mich schließlich doch noch einmal in den Laden mit dem Büchern und Zeitschriften zu gehen. Vielleicht finde ich ja was gutes zum Lesen. Aus Papier. Denn meine Büchern befinden sich natürlich auch gut verpackt in einer Kindle App auf dem iPad.

Der Grund, wieso ich keine Straßen überqueren kann.

Im Laden angekommen, fällt mir gleich etwas ins Auge: Malbücher. Nicht Winnie Pooh oder Disney Gedöns, sondern detailliert ausgearbeitete Skizzen, die mich ein wenig an Mandalas erinnern. Malbücher für Erwachsene – ein neuer Trend. Gar nicht mal so schlecht, denke ich. Darauf hätte ich sogar irgendwie Bock und das obwohl ich im Ausmalen immer eine Niete war. Ich kann mich noch ganz genau an eine Diskussion mit meiner Lehrerin in der Grundschule erinnern. Wir sollten einen Comic ausmalen, in dem es darum ging, wie zwei Freundinnen eine viel befahrene Kreuzung überqueren. Die Quintessenz daraus war, dass wir durch den Comic lernen sollten wie das so mit dem Straßenverkehr funktioniert. Bringt einen überhaupt nichts, wenn man in gewissen Ländern außerhalb Deutschlands ist, weil vielerorts rote Ampeln nur ne Richtlinie sind, an die man sich gegebenenfalls, wenn man mal Lust hat und es gerade nirgends drückt und es erst vier Uhr schlägt und einem morgens keine schwarze Katze von rechts übern Weg gerannt ist … mal halten könnte. Oder so. Na ja, auf jeden Fall pädagogisch sehr fördernd, dass wir den Comic ausmalen sollten. Wenn man heutzutage sieht wie ich Straßen überquere, dann wird man sich denken können, dass davon nichts hängen geblieben ist. Kein Wunder, anstelle mir bei zu bringen, wie man nun richtig über die Straße geht, wurde das Ausmalen meinerseits kritisiert.  Die Farben der Jacken würden sich von Bild zu Bild ändern, was ja bedeuten würde, dass die Mädchen sich zwischendurch umgezogen hätten, weshalb sie ja zu Hause gewesen sein müssten, was ja nicht geht, weil sie an einer gottverdammten scheiß Kreuzung stehen. Scusi. Doppelscusi, aber schon mal was von ‚Freedom of the colours‘ oder so gehört?  Vielleicht hatte ich einfach Bock darauf, das so zu malen? Und außerdem: Möglicherweise haben sie sich ja zwischendurch umgezogen. Ich bin jahrelange Zugfahrerin. Wenn es eine Sache ist, die ich schnell kann, dann ist es aus Jacken rein- und rauskommen. Ich weiß gar nicht mehr wie das Gespräch endete, aber allein schon die Tatsache, dass ich mich daran noch erinnern kann, zeugt davon, dass zumindest ich nicht auf den Kopf gefallen bin. Exkurs Ende.

Der Grund, wieso ich mir kein Malbuch kaufte.

Nun ja, man kann es vielleicht schon erahnen: Wenn es ums Ausmalen ging, war ich den Dingen nicht gerade positiv gesinnt. Aber irgendwie hatte ich Bock drauf. Warum nicht so ein Malbuch kaufen? Ganz einfach: Im gesamten Laden gab es keinen einzigen Buntstift und ich hatte natürlich auch keine dabei. Dumm gelaufen, aber das Ganze regte mich mal zu ein wenig Recherche an. Und siehe da, es gibt echt tolle Malbücher! Und damit meine ich keine in Schwiegertochter-Gesucht-Manier, sondern welche wo der Anspruch schon ein wenig gestiegen ist. Wirklich.

Der Grund, weshalb ich mir doch eins kaufen will.

Nun ja, das mit dem Anspruch klingt jetzt ein wenig doof, weil das erste Buch, welches ich entdeckt habe, „Wer hat hier gefurzt?“ heißt. Die Beschreibung trifft es ziemlich genau:

„Von peinlich bis neurotisch, von kriminell bis unmoralisch – dieses Malbuch widmet sich gnadenlos ehrlich den Widrigkeiten des Alltags. Mal dir den Frust von der Seele! Über 50 witzige und schwarzhumorige Malvorlagen, Suchbilder, Worträtsel, Punkt-zu-Punkt-Bilder und Irrgärten – das kurzweilige Vergnügen für alle, die mehr Spaß wollen.“

Ich muss sagen, dass klingt genau nach etwas, was mir Spaß machen könnten. Die nächste Reise steht an? Für 7,99 € landet dieses Buch in meinem Gepäck.

 

Buch1

© Amazon

 

Lufthansa glänzt mal wieder mit einer grandiosen Verspätung? KLM hat deinen Koffer nicht mitgeliefert? SWISS hat einfach mal eben deinen Rückflug storniert? Bleib ruhig, alles ist gut. Bevor du deine Flüche laut raus posaunst, solltest du sie lieber kreativ verwirklichen. Und zwar mit „Fluch dich Frei“. In diesem Buch kannst du Schimpfwörter und Flüche ausmalen und dadurch wieder zu Ruhe und Gelassenheit kommen. 5,99 € kostet der Spaß lediglich.

Buch2

© Amazon

 

Und für alle wirklich Kreativen unter uns, habe ich auch noch eins gefunden: Punkt-zu-Punkt. Dieses Malbuch solltest du dir besorgen, wenn du deine Wartezeit kreativ überbrücken und im Anschluss ein wirklich schönes, ausgemaltes Bild haben wirst. Dieses Buch kostet ebenfalls 5,99 €.

Buch3

© Amazon

 

Wäre das etwas für euch? Und wer ist bereits fleißig am Ausmalen? Ich selbst habe es früher die geschafft ein Malbuch mal ganz auszumalen, aber man kann es ja noch mal wieder versuchen ;)


Gegen Langeweile:

Von Neapel bis nach Aberdeen

Koffer (1)

… italienische Pizza vs. schottischen Porridge, mediterrane Sonne vs. britisches Regenwetter, Mafiosi vs. das Ungeheuer von Loch Ness. Nun ja, mit Klischees spare ich wie immer nicht. Wie auch? Ich war weder in Neapel noch in Aberdeen. Alles was ich darüber weiß, sind eben Klischees. Doch das wird sich bald ändern. 

In wenigen Wochen steige ich wieder in den Flieger. Zuerst geht es nach Neapel und im Anschluss, nach einem kurzen Zwischenhalt in Deutschland, weiter nach Aberdeen. Wieso es gerade diese beiden Ziele als potentielle Städtereise getroffen hat, kann ich gar nicht sagen. Ich hatte Lust auf etwas Britisches, sehnte mich gleichzeitig aber auch nach etwas Südlichem. Aus Zeitgründen habe ich es bisher noch nicht geschafft mir zu überlegen, was ich in den beiden Städten bzw. Regionen mir genau anschauen will. In Neapel möchte ich auf jeden Fall auf den Vesuv und nach Pompeji. Zudem würde ich mir auch gerne die Katakomben anschauen. Mit Aberdeen habe ich mich noch weniger beschäftigt. Sehr gerne würde ich einen Tagesausflug zum Loch Ness machen, jedoch muss das noch genauer geplant werden: Selbstorganisiert? Mit Zug, Bus? Oder sich doch lieber einer Reisegruppe anschließen? Falls jemand von euch Erfahrungen hat, ganz gleich ob zu Neapel oder Aberdeen: Ich bin für jeden Vorschlag und Tipp offen.

Habt ihr schon eure nächste Reise geplant? Wo geht es hin? Was habt ihr vor?

Und nun noch eine Bitte in eigener Sache: Während ich nicht gerade an Kofferzuklein arbeite, studiere ich. Zurzeit betreiben wir im Studium ein wenig Marktforschung. Genauer gesagt geht es um das Kaufverhalten von Möbeln. Es wäre super, wenn ihr an dieser Umfrage teilnehmen könntet.


Das war’s schon? Mehr gibts hier:

Lieber Glasboden, bitte halt mich aus.

Tower Bridge

Sie ist definitiv eines der Hauptwahrzeichen in London: Die Tower Bridge. Oft wird sie in Kombination mit dem Tower of London besichtigt. Seit rund einem Jahr bietet die Brücke eine Besonderheit an: Einen durchsichtigen Glasboden, von wo man herunter auf die Themse schauen kann. Bereits wenige Tage nach Eröffnung des Glasbodens gab es bereits die ersten Schreckensmeldungen: Passant lässt Flasche fallen – Gläserner Boden der Tower Bridge zersplittert.  Ich hab die Tower Bridge nun mal wieder besucht. Ob er der Glasboden wirklich so instabil ist und weshalb man so früh wie möglich da sein sollte, erfahrt ihr nun. 

Es ist 9.59 Uhr. Die Briten nehmen’s ja genau mit ihrer Pünktlichkeit, denke ich mir, während ich vor dem Eingang der Tower Bridge warte. Um Punkt 10 werde ich schließlich herein gelassen. 9£ kostet mich der Besuch der weltberühmten Brücke und ich finde, dass die Tower Bridge damit zu den günstigen Sehenswürdigkeiten Londons gehört. Tower, London Eye, Madame Tussauds sind mindestens doppelt so teuer. In einem Fahrstuhl geht es nach oben. Ich kenne die Tower Bridge bereits und bin eigentlich nur wegen des Glasbodens hier. Daher beschließe ich den Anfang des Rundgangs einfach nach hinten zu verschieben und mache mich zu den Übergängen, wo sich die Glasböden befinden, auf.

Wer kennt das nicht? Man geht in ein Spiegellabyrinth und sieht die Scheiben einfach nicht – vor lauter Fingerabdrücken. Spaß macht das nicht. Auf der Tower Bridge habe ich Glück: Ich bin die Erste, die sich dem Glasboden nähert. Bevor ich mich auf ihn wage (immerhin hat es angeblich eine Flasche geschafft das Glas zum splittern zu bringen; ich frage mich im Stillen wie das funktioniert haben soll – denn bevor ich überhaupt in den Fahrstuhl nach oben steigen durfte, wurde meine Tasche genauestens unter die Lupe genommen), gehe ist erst einmal herum. Ich beschließe, dass er eigentlich ziemlich stabil ausschaut und setze einen Fuß auf die Glasscheibe. Unter mir fahren die schwarzen Taxis und die roten Doppeldecker. Noch eine Etage tiefer, schippert ein Boot unter der Brücke durch. Ich muss zugeben: Ein Glasboden an dieser Stelle war schon lange überfällig.

Ich genieße die Minuten, die ich für mich alleine auf dem Glasboden habe. Nach einiger Zeit kommen die nächsten und wagen sich genauso zögerlich wie ich auf das Glas. Ab und zu kommt ein Staff Member vorbei und schmunzelt über all diejenigen, die einen weiten Bogen um den Glasboden machen. Ich muss sagen, morgens bei Sonnenschein ist die Tower Bridge wirklich einen Besuch wert. Auch wenn ich bereits viele Glasböden-Attraktionen gesehen habe, hat mir dieser hier morgens wirklich gut gefallen: Keine Fingerabdrücke, keine Menschenmassen. Das ist wirklich schon einiges wert.

Was mich interessiert: Eure Glasboden-Erlebnisse. Wo fandet ihr einen Glasboden spektakulär, wo eher langweilig?


Mehr aus London?

Schwing deine Beine, Baby.

Festivval

Die meisten Festivalgänger haben sich wahrscheinlich schon entschieden, andere sind immer noch unentschlossen und ich würd ja gerne ohne wenn und aber, doch leider gibt es viel zu viele wenn und aber’s … und, und, und. Kurz gefasst: Ich möchte dieses Jahr auf ein Festival, doch stattdessen sieht es so aus als ob ich wohl oder übel von den Erfahrungen und Erinnerungen aus dem letzten Jahr zehren muss. Und was das für welche waren, erfahrt ihn nun. 

IMG_7258

Das Zelt unter dem Pavillon: Gemütlichkeit wird groß geschrieben.

Da wo der Deich brennt, da war ich letztes Jahr: Das Deichbrandfestival in Cuxhaven, meine absolute Festivalpremiere. Warum zum Deichbrand? Zu sagen, dass dort ein Haufen meiner Lieblingsbands als Line Up gesetzt war, wäre schlichtweg gelogen. Nein, durch meinem London Aufenthalt war die Auswahl an Festivals schlichtweg begrenzt und da ich von Festivals zu dem Zeitpunkt sowieso keine Ahnung hatte, entschieden wir uns für das Deichbrand.

Wenn man pünktlich sein will & viereckiges Wasser sucht

Geplant war es am Donnerstagmorgen um 8 Uhr loszufahren um pünktlich anzukommen und uns einen guten Zeltplatz zu sichern. Die Stadtgrenzen hinter uns gelassen haben wir schließlich doch erst um 10 Uhr – unauffindbarem Wasser in Tetrapacks sei Dank. Egal, hauptsache wir kommen nicht in Stau. Hauptsache die Blase drückt nicht. Hauptsache der Stau ist gleich vorbei. Den Fortgang der Geschichte kann man sich denken. Natürlich dauerte es bis wir schließlich von der Autobahn abfahren konnten. Und dann mussten wir natürlich auch noch lange auf dem Parkplatz anstehen bis wir schließlich unser Festivalbändchen ums Handgelenk hatten.

Mit Zelt, Pavillon und Aufbauutensilien marschierten wir los. Und kamen wir auf ein Stoppelfeld. Aber das ist doch nicht etwa das Greencamp? Nein, das kam dahinter. Zahlreiche Zelte standen bereits und es dauerte einige Zeit bis wir schließlich noch eine Lücke für unser Zelt und unseren Pavillon fanden. Es dauerte nicht lange, da stand unser neues Kurzzeit-Heim. Ich war begeistert. Danach ging es zurück zum Parkplatz und meine anfängliche Begeisterung schwand, als wir feststellten, dass wir all unseren Kram nicht in einer Fuhre zum Zelt transportieren konnten. Gut, dass wir zumindest eine Sackkarre dabei hatten. So ging es ein wenig leichter, aber trotzdem brauchten wir eine halbe Ewigkeit bis zum Zelt. Am Ende des Tages hatten wir dann alles aufgebaut. Darauf wurde schließlich bei Käse-Schinken-Nudeln-Aus-Der-Tüte drauf angestoßen. Yippieyaiyeah.

Hier ist es sauber: Campen im Greencamp.

Schlafen wie ein Bär.

An die erste Nacht kann ich mich nicht erinnern, weil ich geschlafen habe. Ich wiederhole: Ich habe geschlafen. Tief und fest. Mit ein bisschen Geschnarche. Mein Gott, ich bin stolz auf mich! Weil ich das echt nicht von mir erwartet hätte, dass ich als Festival- und Campingneuling so fest und tief und durch schlafe. Am nächsten Morgen gabs für mich Pulver Kakao mit einem Schuss Pulver Kaffee zum Frühstück und für den Herrn Pulver Kaffee mit einem Schuss Pulver Kakao. Und ein völlig überteuertes Baguette für 4,50€. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg das Festivalgelände zu erkunden. Wir wollten zunächst in den Supermarkt um dort nach Wasser in Tetrapacks zu schauen, da nur Tetrapacks auf dem Festivalgelände erlaubt sind. Unser Weg führte uns über Mordor – also über das normale Camp. Dort standen bereits einige Zelte und Pavillons nicht mehr. Und den Müllbergen konnte man beim Wachsen zu sehen. Ahja, interessant. Das hab ich nun also auch gesehen. Im Supermarkt wurden wir auch nicht fündig, mit unserem Wasser. Dann eben nicht.

IMG_7277

Nicht endzeitgeil: Handbrotzeit auf dem Deichbrand.

Dann ging es schließlich zum ersten Mal aufs Infield. Sooo viel Essen. Und sooo teure Preise. Egal. Wir hatten Hunger und kauften uns eine Handbrotzeit. Mir wurde davon bereits wochenlang vorgeschwärmt. Sie war gut. Ja, das war sie wirklich. Aber sie war nicht Endzeitgeil. Schade, eigentlich.

Am ersten Tag schauten wir uns Itchy Poopzkid, Bilderbuch und abends dann die Beatsteaks an. Die Sonne knallte auf uns herunter und das Wetter war einzigartig herrlich. Ich weiß noch, dass ich mit der Musik nicht ganz so viel anfangen konnte. Gerade Bilderbuch war nichts für meine Ohren. Doch manchmal braucht gute Musik eben einfach länger bis sie mich erreicht. Abends kam dann wieder unser toller Campingkocher zum Einsatz: Ravioli aus der Dose, welch ein Fest. Und geschlafen hab ich wieder wie ein Bär.

IMG_7314

Viele Menschen: Kraftklub steht in den Startlöchern.

Endzeitgeile Mucke.

Am nächsten Tag hat es dann morgens geregnet und es war einfach furchtbar kalt. Duschen? Ach nö, nicht bei diesem Wetter. Nach Instant Kakaofee und Baguette waren wir wieder startklar. An diesem Tag spielte die einzige Band, die mich wirklich interessierte: The Kooks. Der Herr und alle anderen Deichbrandbesucher wollten natürlich Kraftklub sehen, hören … Mit Kraftklub konnte ich im Vorfeld wenig anfangen. Was heißt wenig: Eigentlich gar nichts. Aber in dieser Nacht wurde ich des besseren belehrt: Manchmal muss man eben Dingen eine Chance geben, dabei sein, sie erleben … und erst dann darüber urteilen. Kraftklub war das, was die Handbrotzeit nicht war: Endzeitgeil. Kraftklub machte Stimmung ohne Ende, so dass ich auch komplett angefixt war. Bei Deichkind hingegen war im Anschluss komplett die Luft raus.

Fazit meines ersten Festivalerlebnisses: Ich will wieder auf ein Festival. Warum ich dann noch kein Ticket habe? Weil mich das Line Up bisher noch von keinem überzeugt hat. Ich könnte natürlich trotzdem hin und mich dann wie bei Kraftklub und Bilderbuch bekehren lassen, jedoch kollidieren die Festivaltermine mit meinen Uniterminen. Shit happens. Was momentan noch in Frage kommen würde, wäre das Lollapalooza im September in Berlin. Aber da steht ja noch kein Line Up fest. Man darf gespannt sein.

Meine Frage an euch: Geht ihr dieses Jahr auf ein Festival? Und wenn ja wohin und wieso?

Du tanzt die ganze Nacht, du tanzt den ganzen Tag
Wenn du drehst, dich bewegst
Du hast etwas entfacht, die Nächte sind so lau
Wenn du drehst, dich bewegst
Du leuchtest durch die Nacht
Es ist so hell wenn du lachst

Schwing deine Beine, Baby

Bilderbuch. Discokugel.