Strandgeschichten

Von wegen Regenzeit, denke ich. Die Sonne brennt ganz schön stark. So wie gestern. Und vorgestern. Und den Tag zuvor auch. Schließlich halte ich es nicht mehr, stehe auf, renne durch den Sand. Er ist furchtbar heiß und da nun fast Ebbe ist, muss ich besonders weit rennen.

Endlich erreiche ich es, das Meer. Es ist wärmer als gedacht und so brauche ich auch nicht lange bis ich schließlich bis zum Hals komplett im Wasser bin. Es ist so ruhig und klar, dass ich meine lackierten Zehen sehen kann. Hübsch sehen’se aus.  Wer hätte das gedacht, dass das Meer so schön hier ist. Ich lasse mich ein wenig treiben. Es sind nicht viele Menschen im Wasser, vielleicht ein halbes Dutzend. Ein paar schnorcheln, doch die sind weiter draußen. In strandnähe gibt es kaum etwas, was sehenswert ist. Nicht schlimm, finde ich. So muss ich nicht auf größere Steine aufpassen. Ich blicke den Strand entlang. Beim nächsten Strandspaziergang, muss ich die Kamera mal mitnehmen, denke ich mir. Da hinten gibt es ein paar schöne Ecken.

Wie eine kaputte Schallplatte wiederholt sich diese Szene. Dabei wird sie nicht weniger interessant. Jedes Mal ist die Abkühlung im Meer eine angenehme Abwechslung und mit jedem Mal freue ich mich mehr hierzu sein. Dann kommt der Tag, an dem wirklich keine einzige Wolke am Himmel zu sehen ist. Das Himmelsblau ist so unschuldig, das Meer jedoch nicht. Es sind Wellen da, ziemlich viele sogar. Als Flut ist, kommt das Wasser höher als sonst. An diesem Tag kann ich mich nicht im Meer abkühlen. Am nächsten Tag hat der Himmel die Stimmung des Meeres angenommen, so scheint es. Dunkel ist es, stark bewölkt. Die Wellen sind meterhoch, obwohl Ebbe ist. Als die Flut kommt, nimmt das Wasser alles mit sich, was es erfasst. Steine, umgefallene Bäume, Reifen. Der Strand verschwindet komplett unter den Wassermassen. Dies geht einen Tag so. Und einen weiteren. Und dann noch einen. Ein wenig traurig ist es schon, dass ich mich nicht mehr abkühlen kann, aber gleichzeitig finde ich die hohen Wellen und diese enorme Menge an Wasser unglaublich faszinierend.

Dann kommt der Abreisetag. Das Wasser ist noch einmal ein wenig zurückgegangen, so dass ich zumindest für einen kurzen Moment noch den Sand unter meinen Füßen spüren kann. Ich blicke den Strand entlang und stelle fest, dass ich es gar nicht mehr geschafft hatte mit der Kamera einen Strandspaziergang zu machen. Nicht schlimm, denke ich. Vielleicht komme ich eines Tages sogar mal wieder. Denn Panama ist schön.

 

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2 Gedanken zu “Strandgeschichten

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