Halbzeit

 

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Ich weiß, ich weiß. Niemand hört es gerne, aber es ist einfach Tatsache, dass das Jahr schon wieder halb rum ist. Finde dich damit ab, du kannst es eh nicht ändern. Aber was du machen kannst: Die kommenden Monate planen. Und auf welchen Tag sollte man in der Planung einen besonderen Augenmerk werfen? Auf die Silvesternacht natürlich. Natürlich. 

Wer Silvester nicht zu Hause verbringen möchte, dem kann ich zwei Ziele empfehlen: New York und Dänemark. Wie kommt se nun darauf, fragt sich vielleicht der ein oder andere. Ganz einfach: An eben diesen Zielen war ich zu Silvester. Andere Orte sind bestimmt auch ganz nett, aber da kann ich dann leider nicht mitreden. (Wenn ihr Tipps habt, haut raus! Ich freue mich über jeden.)

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Gemütlichkeit zur besten Zeit.

Vor genau einem Jahr hatte ich die Idee noch gar nicht. Ich glaube, es war so Ende August, wo sich plötzlich ein Gedanke in meinem Kopfwirrwarr einnistete: Dänemark wär‘ ja auch mal ganz nett. Und da ich oft nicht nur einen  Gedanken in meinem Kopf habe, sondern auch mal ein paar mehr, kam dann schon der nächste und der übernächste: Dänemark – Ferienhaus – Silvester. Warum nicht? Und bevor ich überhaupt genügend Mitreisende hatte (ein Ferienhaus zu zweit hätte bei dem ja doch ziemlich kurzfristigen Plan etwas das Budget gesprengt), suchte ich bereits nach einer geeigneten Unterkunft. Schon bald kristallisierte es sich heraus, dass wir etwas über Airbnb buchen werden und ebenfalls sehr bald, verringerte sich auch schon die Anzahl der möglichen Unterkünfte – was auch ein wenig an unseren Ansprüchen lag: Mind. 3 Schlafzimmer, W-Lan, nicht zu weit vom Strand entfernt und ne Sauna wollte der Herr dann auch noch. Als wir dann endlich das passende gefunden und gebucht hatten, kam die automatische Stornierung am Tag darauf: Das über Airbnb gebuchte Ferienhaus war doch nicht frei. Na vielen Dank auch, Airbnb. Aber Hauptsache die Kreditkarte wird sofort belastet. Der Vorfall machte uns jedoch schlau: Zukünftig schrieben wir die Vermieter erst immer direkt an und fragten nach, ob das Haus noch frei sei bevor wir auf den „Sofort buchen“-Button drückten. Beim zweiten Versuch funktionierte das schließlich auch.

6 Personen, keine Katze

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Geht von hier der Bus nach Bullerbü?

Und wo ging es hin? Nach Rageleje im Norden von Seeland, der größten Insel Dänemarks und nur 45 Minuten Autofahrt von Kopenhagen entfernt – perfekt. Am 30. Dezember ging es dann also frühmorgens los: Zwei Autos, sechs Personen, keine Katze. Direkt gen Norden, einmal in Hamburg verfahren und problemlos über die Grenze.
Anstelle mit der Fähre zu fahren, hatten wir uns für die etwas längere Strecke (und Brücke) entschieden, was uns umgerechnet 30€ fürs Auto kostete. Fähre wäre um einiges teurer gewesen und schneller hätte uns das wahrscheinlich auch nicht gemacht.

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An der Küste

Im Ferienhaus angekommen, wurde erst mal alles gründlich besichtigt und bezogen. Nachdem der erste Eindruck durchweg positiv war, machten sich ein paar von uns auf zum nächsten Supermarkt um für Silvester und Neujahr schon mal alles einzukaufen. Das dauerte dann schon so seine Zeit, da wir automatisch alles mit den Preisen aus Deutschland verglichen. Und mit alles meine ich wirklich alles. Nachdem wir nach gefühlt zwei Stunden den Supermarkt verlassen und dabei reichlich blöd von den Dänen angeschaut worden waren, fiel uns beim Rausgehen ein großes Schild auf: Der Supermarkt hatte sowohl an Silvester als auch an Neujahr geöffnet. Kein Wunder, dass wir so schräg angeguckt wurden – hatten wir doch gleich zwei Einkaufswagen vollgepackt. Na ja, was man hat, das hat man eben.

Heiß und nass

Am ersten Abend wurden Sauna, Whirlpool und Kamin dann noch eingeweiht. Mit Sauna kann ich persönlich nicht so viel anfangen, aber einen Whirlpool und Kamin dabei zu haben, war schon ganz nett. Der Silvestertag stand einerseits ganz unter dem Motto „Silvestervorbereitung“, andererseits war auch eine Strandbegehung Teil des Tagesprogramms. Der Strand war ca. 20 Minuten zu Fuß von unserem Haus entfernt. Ein netter Spaziergang an einem eiskalten Wintermorgen. Doch der Weg durch die eisige Kälte hatte sich gelohnt: Der Strand war wirklich wunderbar: Den Anblick genießen, Fotos machen, Steine sammeln … und frieren. Ganz viel frieren. Ich glaube, es war der Gedanke ans wunderbare Kaminfeuer, was uns dazu gebracht hat, es so lange bei eisiger Kälte am Strand auszuhalten.

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Guten Morgen Dänemark!

Die Silvesternacht verbrachten wir größtenteils im Haus – bei jeder Menge Looping Louie Runden. Als es dann endlich soweit war, ging es dann nach draußen. Und eins muss ich sagen: Gutes Feuerwerk machen, das können die Dänen. So ein schönes Feuerwerk hatte ich wirklich schon lang  nicht mehr gesehen. Und lang war es auch noch. Den Neujahrstag verbrachten wir dann noch mal in Rageleje. Bevor es am 2. Januar nach Hause ging, haben wir noch mal einen kurzen Stop in Kopenhagen hingelegt. Wegen Hard Rock Café Shirt besorgen, ihr versteht schon. Leider war das Wetter an diesem Tag so katastrophal, dass mit Sightseeing auch nicht so viel drin war. Bei Minustemperaturen und Schneeverwehungen ging es dann noch schnell zur Meerjungfrau und dann direkt auf die E20 zurück nach Hause.

Gut war’s

Alles in allem war das eine schöne Reise: Mein erstes Mal Dänemark. Wer sich vorstellen kann Silvester auch mal in Dänemark zu verbringen, der sollte sich früh genug um die Planung kümmern. Bestimmt hätte es noch eine viel größere Ferienhausauswahl gegeben, wenn wir einen Monat früher mit der Planung begonnen hätten. Aber alles in allem hat das Haus auch wirklich gut  zu uns gepasst. Wer genau wissen möchte, wo wir gewohnt haben oder selbst auf der Suche nach einem hübschen Ferienhaus ist, klickt hier.

Habt ihr schon Silvesterpläne?

 

 


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9 Gedanken zu “Halbzeit

  1. mh, mein Mann wuerde sagen, hast Du es richtig gelesen? Ja, ja…..bist Du erst am 2. Februar zurueckgefahren oder 2. Januar?? In meiner Studienzeit habe ich in der “ Fuer Sie“ Schlussredaktion gearbeitet, da gab es eine Doppelseite zu Weihnachten mit der headline, die hiess: knuspriger Scheinebraten! Gelesen hat jeder Es stand aber anders und die ersten 2000 Ex. wurden auch so gedruckt, dann hat einer von der Druckerei den Fehler gesehen…… nun wann warst Du zurueck??? Lieben Gruss Sabine

  2. Das finde ich total klasse, und, ich denke schon in Richtung „nachahmenswert“. Sag, magst Du eventuell mal ein Paar Worte über die Kosten sagen? Du erwähnst nur einmal die Mehrkosten für die Fähre. Dann könnte ich besser planen.
    Herzliche Grüße,
    Giorgio

    • Die Unterkunft hatte insgesamt 550€ gekostet. Mit Fahrtkosten (Spritgeld, Brücke), Verpflegung und weiteren Dingen, die angeschafft werden mussten (Feuerholz, Silvesterraketen etc.) lagen wir bei ca. 200€ pro Person. Hinzu kam bei Dreien von uns dann noch die Fahrt am letzten Tag nach Kopenhagen. Dort waren die Parkkosten ziemlich hoch … 24€ für vier Stunden in einem zentralen Parkhaus. Da wir ja aber in einer Gruppe unterwegs waren & alles geteilt gaben, ging das dann auch.
      Viele Grüße

      Anne

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