One-Way Ticket zum Mars

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Es war eigentlich nur als Spaß gedacht, doch irgendwie hatte sich der Gedanke in meinem Kopf gefestigt. Die Erde habe ich schon gut bereist. Es wird Zeit über die Grenzen hinaus zu blicken und sich neue Ziele zu setzten. Warum dann also nicht der Mars? Lest heute wie ich Teil von Mars One wurde und was es mit dem Vorhaben auf sich hat.

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© Mars One

Mars One ist eine Stiftung, deren Ziel es ist im Jahr 2025 die ersten Menschen auf den Mars landen zu lassen und diese dort dauerhaft anzusiedeln. Im Abstand von zwei Jahren sollen dann immer weitere Menschen folgen, die helfen die Siedlung zu errichten. Da die Astronauten nicht zurückkehren werden, handelt es sich um ein One-Way Ticket zum Mars. Und dieses halte ich nun schon fast in meinen Händen.

Die Entscheidung bei Mars One teilzunehmen, fiel Anfang 2013. Die Bewerbungsvoraussetzungen erfüllte ich ohne Probleme: Ich bin volljährig, spreche gutes Englisch, bin sozial kompetent und meiner Gesundheit könnte es momentan nicht besser gehen.

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© Mars One

Rund 203.000 Menschen haben sich 2013 für Mars One beworben – und ich war einer von ihnen. Mit einem Vorstellungsvideo versuchte ich mich für die nächste Runde zu qualifizieren: Mit Erfolg. Im Dezember 2013 erhielt ich schließlich die Nachricht, dass ich es als eine von 1058 Bewerbern in die nächste Runde geschafft hatte. Dann hieß es erst einmal für mich: Warten. Bis schließlich eine Einladung zu einem persönliche Interview eintrudelte. Nach einem medizinischen Check und dem persönlichen Gespräch, erhielt ich im Februar diesen Jahres die Botschaft, dass ich es unter die letzten 100 geschafft hatte! 50 Frauen, 50 Männer. Und ich war dabei. Und bin es immer noch. Für mich heißt es nach meinem kommenden London-Abenteuer: Mars-Training in den Niederlanden. Das ganze wird in einer nachgebauten Marssiedlung stattfinden, wo ich schließlich zu einer Astronautin ausgebildet werde. Und wenn hoffentlich alles gut geht, wird es für mich in zehn Jahren endlich losgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich dabei sein werde, ist momentan sehr hoch. Auch wenn ich es nicht schaffe Teil der ersten Gruppe zu werden: Alle zwei Jahre werden neue Astronauten zum Mars geschickt. Und irgendwann werde auch ich dazu gehören.

2025 – es klingt noch so verdammt weit weg. Ist es aber nicht. Und schon gar nicht, wenn man mal einen Blick auf das heutige Datum wirft.

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21 Gedanken zu “One-Way Ticket zum Mars

  1. Whoohoo! Super! Das ist ja mega spannend! Genial! Herzlichen Glückwunsch! Ich drücke Dir alle Daumen! Hoffentlich kannst Du beim Training auch fotografieren und bloggen! Das würde ich gerne verfolgen!

  2. 10 Jahre sind super schnell vorbei, good luck….und herzlichen Glückwunsch, wenn das für Dich zutrifft. Lieben Gruss aus dem Canadischen Winter, blauer Himmel und Sonne.

  3. ;) Irgendwie kann ich das ja nicht so ganz glauben, zumal du genau das schreibst, was bei Wikipedia steht, und weil du am Ende so aufs Datum verweist. Aber falls es doch stimmt: krasse Entscheidung.

  4. Ich finde es hochinteressant, dass du daran teilnehmen möchtest und wahrscheinlich iwann auch wirst :)
    Ich könnte mir nicht vorstellen, diesen Schritt zu gehen.
    Gibt es nicht auch Risiken auf dieser Reise bzw. in diesem Leben? Wie stehst du zu diesen?
    Und wenn es Internet gibt, wirst du dann versuchen diesen Blog fortzuführen?
    Und als allerletzte Frage, weil ich politisch interessiert bin: ist diese Marssiedlung dann amerikanisches Territorium, sprich du wirst US-Amerikanerin oder ist das dann sowas Eigenständiges? (Wenn du Infos dazu hast)
    Ich wünsche dir viel Glück für das weitere Auswahlverfahren und auf dass du die Menschheit dadurch weiterbringst!

    MfG
    Gianluca

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