Der bereiste Jahresrückblick

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu. Und der viel zu kleine Koffer wurde mehr als nur einmal gepackt. Wo ging es hin, was habe ich erlebt: Hier ist der Jahresrückblick.

Ich am Times Square – wo sind denn alle?

Das Jahr 2014: Abwechslungsreich war es, spannend war es; es hatte Höhen und Tiefen. Begonnen habe ich es nicht in Deutschland, sondern in den USA. Und zwar in New York City. Auf dem Foto sieht man mich zwar auf dem Times Square, doch die Silvesternacht selbst verbrachten wir nicht dort. Die lange Wartezeit von bis zu zehn Stunden, die man vorher da sein sollte, und der Gedanke an die klirrende Kälte schreckten uns ab. Weshalb wir uns im Voraus entschieden die Silvesternacht auf einem Schiff zu verbringen, welches um Mitternacht vor der Statue of Liberty halten würde. Nun ja, wärmer war das nun auch nicht. Um ehrlich zu sein: Es war arschkalt und mein hübsches Kleidchen bekam auch niemand zu Gesicht, da ich noch nicht einmal im Innern des Schiffes meinen Wintermantel ablegen wollte. Aber es war trotzdem ein wunderbares Erlebnis, als wir um Mitternacht auf dem Oberdeck standen und bei Minusgraden mit Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen auf das neue Jahr anstießen.

Wenige Monate später ging es dann wieder los: Skifahren in Österreich war angesagt. Nun ja, ich liebe Skiurlaube: Ich liebe es Mittags bei strahlendem Sonnenschein oben auf der Hütte zu sitzen, vor mir ein großes Radler und Kasnocken – und dann zu wissen, dass man ganz entspannt mit dem Skilift den Berg wieder runterfahren kann. Ich bin keine Skifahrerin und so wie ich mich dabei anstelle, werde ich es auch niemals sein. Schade eigentlich. Dieses Jahr ging es nach Flachau. Im Tal war der Schnee schon fast vollständig geschmolzen und von „Experten“ (Menschen, die länger auf Skiern stehen können als ich) habe ich mir sagen lassen, dass die Pisten auch nicht mehr so toll waren, Ende März. Trotzdem war es für alle Skifahrer ebenfalls eine schöne Reise. An Abendunterhaltung hatte Flachau leider auch nicht mehr so viel zu bieten, da die Skisaison sich ja bereits sehr dem Ende zuneigte. Lediglich eine Kneipe sorgte für nächtliche Stimmunskifreizeitg, aber da ging es dann richtig ab. Aber ich und Skifahren – ich glaub, das wird nichts mehr. Oder vielleicht bräuchte ich auch einfach nur den richtigen Anreiz um Skifahren endlich richtig zu lernen. Eine GoPro-Kamera zum Beispiel, haha.

Ich weiß nicht warum, aber ich mag es nicht Ostern in Deutschland zu verbringen. Kein Wunder, dass ich mich auch dieses Jahr dafür entschied, die Osterfeiertage woanders zu begehen. Meine Wahl fiel auf Cardiff. Weshalb Cardiff? Nun ja, der Hauptgrund ist ein wenig nerdig. Cardiff ist die Doctor Who Hochburg. Nicht nur mehrere Episoden wurden dort gedreht (da Doctor Who von BBC Wales produziert wird), sondern es befindet sich auf die Doctor Who Experience dort. Wer mit der Fernsehserie nichts anfangen kann: Die britische Kultserie läuft seit mittlerweile 51 Jahren im Fernsehen und schafft es durch den Geniestreich den Hauptcharakter einfach durch einen neuen Schauspieler zu ersetzen, wenn der alte nicht mehr will, und das ganze als Regeneration zu erkären, immer weiter zu führen. Genial. Doch Cardiff hat noch viel mehr zu bieten, als den Doctor (oder die dazugehörige Ablegerserie Torchwood). Was mir aufgefallen ist, war die hohe Anzahl an Restaurants. walesIch glaube, ich habe in keiner britischen Stadt so viele Restaurants auf einem Flecken gesehen wie in Cardiff. Während der Osterfeiertage war es dort zudem auch noch überraschend leer. Sowieso war es sehr leer in Cardiff. Touristische Hauptattraktionen sind das Cardiff Castle und die Cardiff Bay, wo sich auch die Doctor Who Experience befindet. Ich weiß nicht wieso, weshalb, warum. Aber irgendwann kamen wir dann auf die Idee doch einfach mal in den nächsten Zug nach England zu steigen und Stonehenge zu besichtigen. Gesagt, getan. Und auch wenn ich jetzt Gefahr laufe mich selbst zu wiederholen: Was für eine Enttäuschung das doch war! Stonehenge ist für mich nichts weiter als ein Haufen Steine, direkt an der Autobahn. Also mal ehrlich … mussten die da unbedingt eine Autobahn hinhauen?! Zurück in Wales hielt es mich jedoch auch nicht nur in Cardiff. Auf meiner To-Do-Liste stand zudem noch das Caerphilly Castle, einer Burgruine, die gleichzeitig noch die zweitgrößte Burg Großbritanniens ist. Die Burg war wirklich schön und auch obwohl es sich um eine Ruine handelte, konnte man sich trotzdem viel davon anschauen. kanadasteinZudem wird die Burg auch oft für Dreharbeiten genutzt und so ist es auch nicht verwunderlich, dass eine Woche nach meinem Besuch dort für Doctor Who gedreht wurde.

Ich liebe Road Trips. Ich liebe es mich morgens ins Auto zu setzen und nicht zu wissen, wo man abends landet. Und dieses Jahr war wieder mal so ein Road Trip Jahr. Nach einigem Hin und Her fiel die Entscheidung auf Kanada. Eineinhalb Wochen der Westen, eineinhalb Wochen der Osten Kanadas. Und spontan vor Ort entschieden wir uns auch noch dafür nach New York City zu fahren. Drei Wochen Kanada waren wirklich sehr abwechslungsreich. new york2014In Erinnerung geblieben sind mir die wunderschöne Natur, die vielen Bären, die Olympiastädte, mein Versuch am Biathlon-Schießstand in die Fußstapfen von Magdalena Neuner zu treten, Boston Pizza wo es nicht nur Pizza gab, meine plötzlich entfachte Begeisterung fürs Autofahren. Wie gerne würde ich jetzt ein paar Sonnenstrahlen auf meiner Haut spüren und meine Füße in einen der wunderbar klaren Seen halten. Wie gerne würde ich jetzt die frische und klare Bergluft einatmen. Ach, wie gerne wäre ich jetzt in Kanada.

Traditionen müssen gepflegt werden. Und nach London einmal pro Jahr zu reisen, ist eine Tradition. Kein Wunder also, dass es dann im September noch einmal dorthin ging. Dieses Jahr stand auf dem Plan eine Themserundfahrt bei schönen spätsommerlichen Wetter. Startpunkt war Westminster, Endpunkt Greenwich. Dort besuchte ich dann auch gleich zum ersten Mal den Meridian. Mit der Seilbahn von Emirates ging es dann zurück zur nächsten Tube Station und von dort zurück in die City of London. london2014Ebenfalls auf dem Plan stand ein Tagesausflug nach Oxford, denn irgendwie hatte ich es da auch noch nie hingeschafft. Oxford selbst ist eine wirklich schöne Stadt und kurz kam mir wirklich der Gedanke dort nicht einfach weiter zu studieren – why not? Was mich als Supernerd natürlich auch noch sehr interessierte, waren die vielen Harry Potter Drehorte in Oxford.

Das Jahr 2014 war reisetechnisch her ein wunderbares Jahr. Ich will mich noch nicht festlegen, wo es 2015 überall hingeht, aber ich wage mal zu behaupten, das London auf jeden Fall wieder dabei sein wird.


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19 Gedanken zu “Der bereiste Jahresrückblick

  1. Was für ein toller Beitrag! Witzigerweise waren wir zur gleichen Zeit in London, da sind wir bestimmt mal aneinander vorbeigelaufen ;) Dein Roadtrip durch Kanada klingt sehr nachahmenswert, das sollte umgehend auf meiner Bucket List landen!

    • Hehe, das kann gut sein, dass wir da mal aneinander vorbei gelaufen sind ;)
      Und Kanada, insbesondere den Westen Kanadas, kann ich wirklich sehr für einen Roadtrip empfehlen. Die Natur ist wunder, wunderschön.

  2. Deine Reiseziele könnten auch meine sein. Bis auf Ski fahren in Österreich – da muss ich als Flachlandindianer passen. Bin schon gespannt, wohin es dich im nächsten Jahr treibt. Bei mir stehen zumindest Island, Frankreich und Dänemark auf dem Plan. Reisen macht doch irgendwie süchtig, oder?! ;-)

    • „Flachlandindianer“ – gute Bezeichnung :D So könnte ich mich selbst auch nennen, denn mit Ski fahren will es ja nicht so wirklich klappen. Ich bin auch schon gespannt, wo es mich hin treiben wird, weil momentan steht ein längerer Auslandsaufenthalt auf den Plan – wo es genau hingeht, ist aber noch offen.
      Ohhh Island! Das steht auch ganz weit oben auf meiner Liste. Ich wünsche dir ganz viel Spaß bei deinen Reisen :)

  3. Ich merke wir ticken ähnlich. xD In Kanada waren wir letztes Jahr für 2 Wochen. Allerdings nur im Osten. Es war so wundervoll. <3 London ist ja auch eine Leidenschaft von mir. Könnte dort immer wieder hinfahren. Eine super tolle Stadt. Und…. Cardiff will ich unbedingt mal hin. Einfach wegen der Doctor Who Experience. Ich bin so der Riesen Doctor Fan und das ist doch einfach Pflichtprogramm. Oder? Hat es sich denn gelohnt? nach dem Beitrag könnte ich auf jeden Fall direkt zum Flughafen… schlimm. xD

    • Oh ja, die Doctor Who Experience hat sich auf jeden Fall gelohnt :) Der erste Teil war so aufgebaut, als ob man mitten in einer Folge wäre und der zweite Teil war dann eher wie ein Museum, wo die Tardis in mehrfacher Ausführung zu begutachten war, Kostüme, Monster und weitere Doctor Who Artefakte gezeigt wurden. Ich müsste da eigentlich auch noch mal hin, weil als ich da war, war es noch Matt Smith der im ersten Teil der Doctor Who Experience den Doctor spielte. Nun haben sie es auf Peter Capaldi umgestellt :)

  4. Sehr schöner Beitrag. Habe auch gestern erst einen Jahresrückblick online gestellt :) Dein Jahr war auf jeden Fall nicht langweilig, wie ich so gelesen habe. In London war ich übrigens heuer auch.
    Lg aus Wien – was hältst du mal von einem Besuch in dieser Stadt? ;)

    • Nach Wien will ich schon sehr seit langer Zeit, aber bisher hat es sich irgendwie noch nicht ergeben bzw. hat sich dafür noch kein Mitreisender gefunden. Aber mal schauen, was 2015 so bereithält :) Liebe Grüße aus Hannover :)

  5. Oh. Noch ein Doctor Who Fan! Mich hat die Serie gerade total in ihren Bann gezogen und ich fange sie nun wieder von vorne an. David Tennant ist mein Lieblingsdoctor.

    In London war ich auch mal und es ist wirklich eine tolle Stadt. Mein Mann und ich überlegen, ob wir demnächst mal wieder hinfliegen sollen.

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