Traditionsbesuch in London.

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London und ich. Läuft.

Ein Horror-Hotel, viele neue Entdeckungen und ein nerdiges back to basics: Mein schon wieder längst überfälliger Einmal-Im-Jahr-London-Trip stand an. September, erstaunlich spät für das ganze. Aber nie zu spät.

Ein Horror-Hotel.

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Westminster? Big ist der Ben.

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Tradition und so.

Es war mal wieder längst überfällig, mein jährliches Rendezvous mit meiner Lieblingsstadt. Relativ kurzfristig und spontan wurden Flüge und Hotel nach meinem Bachelor gebucht, zwei Wochen später ging es auch schon los. Notiz an mich: Nimm dir nächstes Mal mehr Zeit ein ordentliches Hotel zu suchen. Denn das, in dem ich dieses Mal nächtigen musste, war die reinste Katastrophe. Also liebe Londonreisenden, geht niemals in das The Ambassadors Hotel, nahe Earls Court. Ich habe gerade mal auf TripAdvisor geschaut und da kommt es gar nicht mal so schlecht weg, wie ich der Meinung bin, dass es wegkommen sollte. Na ja. Fakt ist jedenfalls: Innerhalb einer halben Stunde habe ich zwei Mal das Zimmer wechseln müssen. Das erste Zimmer war im Keller gelegen und wenn man dort aus dem Fenster schaute, blickte man eine Wand an. Jo. Im Badezimmer war zudem dann auch kein Lichtschalter – das bedeutet, dass, wenn man Nachts mal aufs stille Örtchen muss, im ganzen Zimmer das Licht einschalten darf … sehr zur Unfreude des Mitreisenden. Im Kellerverlies bleiben? Auf gar keinen Fall und deshalb war ich nach zehn Minuten auch wieder an der Rezeption. Vom Keller ging es schließlich hoch hinaus: Bis in den obersten Stock. Da das Zimmer aber noch nicht ganz fertig sauber war, musste ich eine Weile vor der Tür warten und zuschauen wie die Putzfrauen hektisch hin und her rannten. Mir selbst rannen auch die Schweißperlen den Kopf herunten, denn von einer Klimaanlage hatte man zumindest in diesem Flur noch nichts gehört. Nachdem ich dann das Zimmer betreten durfte, der nächste Schock: Wo bitte hatten die Damen sauber gemacht? Das Badezimmer saß aus als hätte es noch nie einen Kloreiniger gesehen. Zudem war die Duschbrause abmontiert. Spaßeshalber machte ich den Fernseher an: Nichts. Thanks but no thanks – Immerhin wollte ich mir Doctor Who ja nicht entgehen lassen. Also wieder runter zur Rezeption. Ja ich bins wieder, die Unzufriedene und holte mir ein Zimmer im vierten Stock: Einigermaßen sauberes Badezimmer, funktionierende Dusche, funktionierender Fernseher. Läuft. Okay, die Klimaanlage fehlte. Aber hey, ein Ventilator war wenigstens da und shit happens. Das London-Erlebnis 2014 konnte beginnen.

Traditionsgemäß gehe ich immer am ersten Tag folgende Runde – so zum Überprüfen, ob nach alles da ist. Westminster. London Eye. Downing Street. Horse Guards Parade. The Mall. Buckingham Palace. Green Park. Picadilly Street. Picadilly Circus. Regents Street. Jo. Alles noch da.

       Ein wenig nerdig, ein wenig süß.

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Toller Laden.

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Viel.

Letztes Jahr hatte ich mal bei Forbidden Planet vorbeigeschaut. Dort gibt es reichlich „nerdiges“ Zeug. Dieses mal wollte ich dann gleich strukturiert vorgehen und beim The Who Shop vorbei schauen. Dieser liegt etwas außerhalb der City, ist aber eigentlich ganz gut mit der Tube zu erreichen (Upton Park). Von der Station sind es ca. 20 Minuten bis zum Shop (wenn man zunächst in die falsche Richtung abbiegt) und zehn Minuten zurück (wenn man den Weg bereits kennt). Der Who Shop ist wunderbar mit Doctor Who & Sherlock Artikeln ausgerüstet. Besonders angetan hat es mir dabei auch die Sammlung von alten Zeitschriften. Da musste ich natürlich zugreifen und habe die erste Zeitschrift, wo Ten auf dem Cover war, gekauft. Yay. Ansonsten holte ich mir noch eine Tardis als Magnet – für meine Reisemagnetsammlung.

Abends ging es dann ins Hard Rock Cafe, wo ich wie so oft und total unspekatulär Spare Ribs bestellte. Halt, es war doch ein wenig spektakulär, denn es gab keinen normalen Cole Slaw mehr, sondern Zitronen Cole Slaw. War ganz nett, aber komisch geraspelt. Schwierig zu essen. Als Nachtisch gab es dann etwas to share: Eis und Brownies mit Schokoladenfüllung. Mein Gott, war das gut!

Hallo Greenwich!

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Ich mag meine Schnürsenkel.

Am zweiten Tag machte ich zum ersten Mal eine Themsefahrt – yay! Das Wetter war ganz nett, die Sonne scheinte und eine Jacke brauchte man theoretisch auch nicht. Vom Westminster ging es dann auf der Themse Richtung Greenwich, denn da war ich – Oh Wunder! – auch noch nie. Ein Tag der neuen Erlebnisse also. Mein Ziel in Greenwich war dann natürlich auch der Nullmeridian. Da musste ich mich dann natürlich auch gleich raufstellen und ein Foto machen. Ich meine – meine Güte! – schaut euch doch mal diese tollen Nikes an.

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Multitasking-Selfie

Seit kurzem, oder vielleicht auch schon länger, ich weiß es selbst gerade nicht so genau, gibt es auch in Greenwich die Emirates Airline. Nein, nicht direkt die Fluglinie, sondern die von der Fluglinie erbaute Seilbahn. Die führt einmal über die Themse rüber und ich dachte mir: Why not? Also rein in die Seilbahn und auf ins Abenteuer. Wobei … eigentlich war die Fahrt ziemlich unspektakulär. Was man gut sehen konnte, war die O2. Aber ansonsten. Joa. Meine Seilbahnfahrt in Vancouver fand ich schöner.

Date mit dem Doctor.

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Mudslide, bester.

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Die Tardis fliegt ins Hotel.

Besonders freute ich mich natürlich eine neue Folge von Doctor Who direkt bei BBC One im Fernsehen sehen zu können. Und da ich anscheinend nun einen Fernseher hatte, der auch funktionierte, sollte dem eigentlich nichts mehr im Weg stehen. Einen Strich durch die Rechnung machte mir dabei dann aber doch beinahe TGI Fridays. Ich meine, ich liebe TGI Fridays (bis auf den in New York. Da waren die Preise unverschämt), aber der in London zwischen Picadilly Circus und Leister Square hat es sich nun mit mir auch verscherzt …. Man lässt mich einfach nicht zehn Minuten an der Bar stehen ohne mich zu beachten! Ha ha ha, würde Alf sagen. Als ich dann irgendwann meinen Mudslide in der Hand hatte (ich liebe ihn!) und das Ding vibrierte (nicht der Mudslide, dieses Ding, welches man bekommt, wenn man auf einen Tisch warten muss), zweifelte ich schon es jemals pünktlich zum Doctor zu schaffen. Aber zum Glück ging dann alles schnell und vom Picadilly Circus bis zum Earls Court sind es ja nur ein paar Stationen.

Die Doctor Who Folge, die ich sah, war die mit Robin Hood. Fand ich klasse. Ich mag den neuen Doctor, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass viele sich noch nicht auf ihn einlassen können. Aber wie schon öfters gesagt: Ich bin loyal zu dem Doctor, nicht zu einem Schauspieler.

Greetings from Germany.

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Currywurst mit Pommes und Krautsalat

Kulinarisch gibt es auch noch ein weiteres neues Erlebnis für mich zu vermelden: Ich war bei Herman Ze German in Soho. Bei Herman Ze German handelt es sich um einen Imbiss, wo es Brat- und Currywurst, Schnitzel, Kartoffel- oder Krautsalat gibt. Hinter der Idee stecken zwei Deutsche, die nun auch bald ihren dritten Imbiss in London erföffnen wollen. Die Idee scheint den Briten zu gefallen: Der Laden war gut gefüllt und das Essen schmeckte wirklich gut. Und so eine Fritz Kola zwischendurch ist ja auch mal ganz nett.

Auf den Spuren von Harry Potter. Ich meine Oxford, natürlich.

Wo ich auch noch nie war: Oxford. Das wollte ich dann auch mal schnellstens ändern. Mit dem Zug ging es von London Euston innerhalb einer Stunde, in die Stadt, in der besonders viel von Harry Potter gedreht wurde – nicht, dass ich mich nur dafür interessieren würde. Aber ich dachte, man kann sich ja beim Standrundgang dann einfach an den Drehorten orientieren. Generell mag ich es ja sowieso gerne mir Drehorte anzuschauen. Ingesamt finde ich, dass Oxford eine wirklich schöne Stadt ist: Die alten Gebäude, die kleinen Gassen. I like. In Oxford lässt sich unter anderem Madame Pomfreys Krankensaal, die Treppe wo McGonagall im ersten Film die Erstklässler begrüßt, der Baum unter dem Malfoy zum Frettchen wird, die große Halle und die Bibliothek besichtigen. Voll gut.

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Das Ende.

Doch irgendwann gehen auch wieder fünf Tage London vorbei … Nach ausgiebigem Shoppen (oh ja!), gutem Essen (ja! ja!) und neuen Entdeckungen (läuft!), durfte ich dann auch irgendwann aus dem Drecksloch aka Hotel auschecken (Fußnote: Normalerweise bin ich ja nicht so drauf, wenn es um Hotels geht. Aber langsam seh ich auch nicht mehr alles ein). Am letzten Tag wurde es dann auch noch einmal richtig heiß. Gerade gut, um beim Mexikaner richtig scharf Essen zu gehen. Yum! Der Flug ging abends von Heathrow um 21 Uhr irgendwas. Voll gut, da man ja so noch einen ganzen Tag hatte. Sowieso liebe ich die British Airways Verbindung von Hannover nach London. Und deshalb … bis demnächst, schöne Stadt!

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Yum!

 

 

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22 Gedanken zu “Traditionsbesuch in London.

  1. Im Doctor Who-Shop war ich auch schon. Und ja, ich bin auch in die falsche Richtung gelaufen. :D Endlich am Ziel angekommen mach ich die Tür auf und sehe mich mit offenem Mund um. Der Kassierer grinst: „Where to start…?“. Entgegen einiger negativer Bewertungen im Internet war das Personal dort sehr freundlich. Und das hat sich dann auch in meinem Kaufverhalten niedergeschlagen. 3 Hörbücher, ein Van Gough-Tardis-Plakat und einen Schlüsselanhänger. :D

    • Das klingt super! :D Der Laden ist auch einfach toll. Viele Sachen, die es dort auch gab, hatte ich mir bereits schon letztes Jahr bei Forbidden Planet oder dieses Jahr direkt bei der Doctor Who Experience zugelegt :)

  2. Da du die Robin Hood Folge von Doctor Who gesehen hast, warst du wohl genau eine Woche vor mir in London. ;) Im Who-Shop war ich nicht, den muss ich wohl beim nächsten Mal definitiv ansteuern. Ich suche ja in London immer noch so eine Original-Police Box. Irgendwo muss doch noch eine rumstehen…

  3. Witzige Begebenheit …

    ein alter Freund lies mir letzte Woche eine Erlebnismail zu seinem London-Kurztrip von vor 2 Wochen zukommen. Begeistert schrieb er von Big Ben, Who-Shop, Whoseum.

    Dreist hab ich ihm geantwortet. Das ich schon bestens informiert bin wusste er nicht. Schließlich bin ich KOFFER ZU KLEIN Blogleser. ;)

    Euer Programm scheint recht ähnlich gewesen zu sein. Er fand es auch sehr lustig hier zu schmökern.

    Ihr Nerds … alle gleich! *lach*

  4. Hallo,

    Ich bin grade auf deinen Blog gestoßen und hab mir dann gleich mal diesen Beitrag durchgelesen, in der Hoffnung noch mehr Sachen zu finden, die ich bald in London machen kann. Dann sah ich das Bild vom The Who Shop und mein Herz machte einen Hüpfer, dann laß ich Sherlock und fing fast an zu hyperventilieren. Ich bin eben doch ein kleines, nerdiges Fangirl und sehe mich jetzt schon, unzählige (britische) Pfund in diesem Laden ausgeben. Am besten gehe ich dort vorerst nicht rein. :D

    Liebe Grüße
    Easy

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