Late for Hawa’ii

Dienstag, 3. September 2013

Es war spät. Sehr spät. Eine halbe Stunde bis Boarding und wir betraten den Flughafen. Zum Glück war beim Check-In Schalter von British Airways nicht viel los bzw. gar nichts los. Kein Wunder, sicherlich waren alle anderen schon hinter der Sicherheitskontrolle. Oder das Flugzeug war leer.

Eingecheckt hatten wir für unsere drei Flüge schon von zu Hause. Nur noch das Gepäck musste also abgegeben werden. Dann ging es schon durch die Sicherheitskontrolle und ruck zuck saß ich auch schon im Flugzeug. Der Flug nach London verging relativ schnell und ich verbrachte die Zeit damit „Breed“ von Chase Novak zu lesen. In London kam ich natürlich an Terminal 1 an und da es mit American Airlines weiter gehen sollte, musste ich rüber zu Terminal 5. Der Weg dahin dauerte ganz schön lange, was aber daran lag, dass es an der dortigen Sicherheitskontrolle mega voll war. Gleich dahinter war zum Glück ein „Giraffe Restaurant“, wo wir dann gefrühstückt haben. Lecker.

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Frühstück bei der Giraffe.

 

Mir brummte während des Frühstücks jedoch tierisch der Kopf, was daran lag, dass ich mir den Tag zuvor den Kopf immens an meiner Treppe gestoßen hatte. So oft, wie ich mir den Kopf stoße, müsste ich inzwischen eigentlich einen totalen Dachschaden haben. Habe ich wahrscheinlich auch.

Nach dem Frühstück bin ich dann gleich erst mal schnell zu Ted Baker hin. Bei Ted Baker hatte ich mir nämlich vor zwei Monaten in London eine Schminktasche gekauft. Die Verkäuferin war jedoch so dusselig und hatte vergessen dieses Sicherheitsding da rauszunehmen. Ich selbst konnte es nicht entfernen, weil dann zwei Farbkapseln explodiert wären. Zum Glück gab es in Terminal 5 einen Ted Baker und zum Glück ging das total schnell raus. Jetzt dient sie mir erst mal als iPhone Tasche. Bis zum Weiterflug dauerte es noch drei weitere Stunden und ich verbrachte die Zeit damit meine elektronichen Gerte alle noch einmal an einer der Ladestationen aufzuladen, weswegen ich die ganze Zeit böse angestarrt wurde, weil ich die ganze Ladestation blockierte. Ja sorry man. Aber  ich bin einfach mal etwas egoistisch, denn ich habe ja noch mehrere Stunden Flugzeug vor mir. Nach einer heißen Schokolade von Starbucks und zwei weiteren Stunden Wartezeit wurde dann endlich das Gate angezeigt. Typisch Heathrow, immer auf den letzten Drücker.

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And WHO is there?

Im Flugzeug habe ich natürlich erst einmal das Filmprogramm inspiziert. Ich entschied mich dafür Hangover zu gucken, obwohl der Film nur auf Englisch und ohne Untertitel lief. Eigentlich verstehe ich ja Englisch ohne Probleme, aber ich höre einfach im Flugzeug megamäßig schlecht und verstehe bei miserablen Kopfhörern auch kaum auf Deutsch etwas. Ich fand den Film ganz okay. Aber die anderen beiden Teile waren definitiv besser. Dann habe ich noch Monster University geguckt, obwohl ich Monster AG eigentlich nie wirklich mochte. Aber den gabs wenigstens auf Deutsch. Den Film fand ich auch nicht so gut. Anschließend habe ich mir zwei Folgen Doctor Who reingezogen: The rings of Akhaten & Cold War. Es war meine Matt Smith Premiere und ich war von seinem Akzent irgendwie sehr überrascht. Ich hatte ihn mir ganz anders vorgestellt. Aber ich bin schon auf weitere Folgen mit ihm gespannt. Doch momentan bin ich ja noch mit Tennant beschäftigt.

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Chicken! (Nein, zum hier essen.)

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Hallo Amerika! Nevada, denke ich.

Während des gesamten Fluges machte ich mit meinem Handy über 200 Fotos. Nennt mich verrückt, nennt mich gelangweilt. Auf den meisten Fotos sieht man mich und die Entwicklung von meinen Augenringen. Sehr faszinierend das ganze. Aber ich habe auch Fotos aus dem Fenster gemacht oder vom Essen. Sowas von Hipster, ne c’est pas? Obwohl Flugzeugessen mega-unhipster ist. Als Mittagessen (oder Abendbrot?) hab es das übliche zur Auswahl: Pasta or Chicken? Ich wollte Pasta. Aber wie es eben IMMER ist, war die Reihe vor mir die letzte Reihe, die noch Pasta bekommen hat. War ja klar. So klar. Aber sowas von. Hmmpf. Dann eben nicht. Mein Chicken hat ganz gut geschmeckt. Sowieso finde ich es gut, dass bei British Airways gleich beim Essen eine kleine Wasserflasche dabei ist. Das gabs bei Lufthansa nie. Der Nachtisch war auch lecker. Hat irgendwie so geschmeckt wie der Nachtisch vom REWE.

Der Flug verlief ansonsten relativ ereignislos. Nach neun Stunden tat mir dann vom sitzen mein Hintern weh, doch ich konnte erfreut feststellen, dass der Sitzabstand größer war als bei Lufthansa. Noch ein weiterer Pluspunkt für British Airways.

Nach der Landung ging es dann zur Einreise. Das ging überraschenderweise mal ziemlich schnell. Gleich dahinter sind die Gepäckbänder und natürlich herrschte dort absolutes Chaos.

Frage:

Wieso gibt es in den USA andauernd irgendwelche Angestellten, die scheinbar nichts zu tun haben und die ganze Zeit nur blöd in der Gegend rumstehen und irgendwelche unsinnigen Sätze durch die Gegend rufen?

Beispiel: Eine Frau, die direkt neben einem grooooooßen „Exit“ Schild stand und rief: „Exit here! Exit here! Exit here! Exit here!“ Oder eine andere Frau, zehn Meter daneben, die rief: „No exit here! No exit here! No exit here!“

Sorry, aber kann sich da nicht mal jemand hinstellen und rufen: „I’m fuckin unimportan!“ Den würde ich sofort high-fiven.

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Ein Hauch von Sonne

Nachdem dann endlich die Koffer da waren, habe ich versucht ein „Connection Flights“ Schild zu finden. Das war gar nicht so einfach, weil mich die ganzen „Exit here“ und „No exit here“ Stimmen  komplett abgelenkt hatten. Irgendwie hatte ich dann schließlich den richtigen Weg gefunden und konnte gleich um die nächste Ecke auch schon meinen Koffer wieder abgeben. Danach stand ich auf einmal draußen, blickte nach links, blickte nach rechts, blickte nach hinten. Schließlich beschloss ich einfach mal nach rechts zu gehen, weil dort American Airlines ausgeschildert war. Von Connection Flights stand da aber nichts mehr. Der Terminal, wo American Airlines war, war irgendwie komisch. Ne halbe Baustelle. Nach der Sicherheitskontrolle ging es dann gleich zum Gate, wo es glücklicherweise freies Wlan gab. Nach ein bisschen Herumdaddelei mit meinem iPhone, warf ich irgendwann einen Blick auf die gesamte Buchungsauflistung und musste stutzen. Da stand etwas von „No meals.“ Verdammte scheiße, wieso war mir das noch nicht vorher aufgefallen?! Normalweise entgeht mir doch sonst nichts. Fünf Stunden Flug und kein Essen. Sind wir hier bei Ryan Air, oder was? Und bevor ich irgendwie handeln konnte, begann das Boarding. Im Flugzeug dann der nächste Schock: Die Innenausstattung sah mega alt aus und dann klebte auch noch mitten auf meinem Sitz ein Kaugummi! Theoretisch hätte ich mich beschweren können, aber wer weiß, wo sie mich dann hinverfrachtet hätten (die Businnes Class sah irgendwie auch eklig aus) und habe stattdessen einfach meine Decke drüber gelegt. Und dann bin ich auch schon eingepennt. Kurze Zeit später bin ich mit trockener Kehle wieder aufgewacht. Der Getränkewagen war noch meilenweit (hahaha, ihr wisst was ich meine.) entfernt und davor war auch noch der Snackwagen. Ich war müde, hungrig, durstig und nölte vor mich herum. Noch nicht einmal der verdammte Ceasar Salad für 9,99$ verbesserte meine Laune (wieso werfe ich denen eigentlich auch noch Geld in den Rachen? Ich war definitiv sehr müde). Vor allem: Den Ceasar Salad musste man mit Kreditkarte zahlen, alkoholische Getränke wurden nur gegen Cash verkauft. Nicht, dass ich mir irgendwelchen Alkohol reingezischt hätte. Besser wärs wohl gewesen. Ich bin dann schließlich wieder in einen Dämmerschlaf gefallen und so ging es fünf Stunden hin und her. Gegen neun Uhr Ortszeit landeten wir dann in Honolulu.

Auf das Gepäck mussten wir megalange warten und ich machte mir währenddesssen schon mal Gedanken, wie wir am Besten zum Hotel nach Waikiki kommen würden. Ein Flughafenhotel haben wir nicht genommen, weil die erstens mega teuer waren oder eine sauschlechte Bewertung erhalten hatten. Dann lieber gleich die erste Nacht in Waikiki verbringen. Nachdem ich Preise von Taxi und Shuttle verglichen hatte, nahmen wir ein Taxi und waren schließlich um kurz vor halb elf im Hotel. Das Hotelzimmer war okay für eine Nacht. Bevor ich ins Bett gegangen bin, ging ich noch schnell runter zu ABC Stores um Wasser und ein paar Süßigkeiten zu kaufen. Es war stockduster draußen. Wäre es vielleicht ein wenig heller gewesen, hätte ich wohl auch bemerkt, dass das Meer nur zwei Blocks entfernt lag. Aber ich bemerkte es natürlich nicht und ich hatte keinen Plan wo ich war.

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Aston Pacific Monarch

Im Hotelzimmer warf ich nochmal einen Blick auf den nächsten Flug. Ich hatte plötzlich die Idee im Internet nachzugucken, ob der Flug nach planmäßig angegeben war. Und musste stutzen. Es ging kein Flug mit Mesa Airlines von Honolulu nach Kona am nächsten Tag. Und es gab auch kein Mesa Airlines am Honolulu Airport. Was sollte das schon wieder? Langsam fühlte ich mich echt wie eine Erstfliegerin. Nach einiger Zeit fand ich dann heraus, dass Go!-Airlines zur Mesa Gruppe gehört und das damit ein Flug nach Kona, Big Island gehen sollte. Beruhigt versuchte ich dann einzuschlafen. Und nach drei Stunden klingelte auch schon wieder der Wecker.

Schon so lange gereist und immer noch nicht angekommen. Noch nicht einmal die Sonne war aufgegangen. Nichtsdestotrotz:

Aloha Hawa’ii.

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