Von Chattanooga nach Atlanta

Freitag, 14. September 2012: Von Chattanooga nach Atlanta

Das mit Denny’s können wir uns hier wirklich abschminken. Das Navi wollte uns zwar zu einem hinführen, jedoch war an der Stelle nichts. Also sind wir weiter Richtung Atlanta gefahren, in der Hoffnung irgendwo an der Strecke einen Denny’s zu finden. Irgendwann sind wir dann aber von der Interstate abgefahren und bei Shoneys gehalten, weil auf einem Schild etwas von Breakfast stand.
Natürlich wollte ich gerne mein Denny’s Frühstüch essen, doch diese Zusammenstellung (Rühreier, Toast, Würstchen, Hashbrowns) gab es dort nicht. Also bestellte ich mir so ein komisches Menü mit Rühreiern, Würstchen und Toast. Dazu gab es dann noch „Grits“ und Pancakes. Grits sieht aus … wie so eine weiße, leicht gelbliche Plörre und stinkt darüber hinaus bestialisch. Bei Grits handelt es sich um Maisgrütze. Dann hatte ich nicht darauf geachtet, ob es Sausage Links oder Patties bei dem Menü gibt. Es waren Patties. Das sind plattgedrückte Würstchen. Ich frage mich immer, wenn ich Patties sehe, wie die Amis Würstchen definieren. Für mich sind Würstchen einfach nicht plattgedrückt. Und dann gab es auch noch Pancakes dazu. Amerikanische Pancakes mochte ich noch nie. Entgegen jeder Erwartungen sind die nämlich überhaupt nicht süß, sondern einfach nur fad und geschmacklos. Auch der dazugereichte Ahornsirup bringt da nicht mehr viel. Obwohl es so viel Essen war, war der Preis zum Glück spottbillig. Mehr hätte ich für dieses überaus „leckere“ Essen nicht bezahlen wollen.

Anschließend ging es direkt weiter nach Atlanta. Ich finde, dass die großen Städte vom weiten alle gleich aussehen. Einöde, dann ein paar Häuser und auf einmal tauchen im Hintergrund Hochhäuser auf. Die Skyline von Atlanta kannte ich ja auch schon. Jetzt hatten die Hochhäuser auch wieder alle ihre Fenster. Das war 2008 nicht so, was sich auf MUSSNOCHEINGEFÜGTWERDEN zurückführen lässt.

Als Erstes wollten wir zu CNN und uns Tickets für morgen kaufen, da überall stand, dass man für eine Tour (und man muss eine Tour machen, alleine kann man da nicht langgehen) mindestens 24 Stunden vorher (telefonisch oder online) reservieren muss. Telefonisch haben wir nicht gemacht, weil wir Angst hatten, dass wir oder die dann etwas nicht verstehen würden. Online reservieren von Zuhause ging auch nicht, weil wir ja nicht wussten, wann genau wir in Atlanta sind. Von unterwes war online reservieren auch blöd, weil man dafür wahrscheinlich einen Drucker benötigt. Also blieb nur die Möglichkeit das irgendiw vor Ort zu regeln.

Das CNN Center ist von innen irgendwie … impulsant. Unten ist der Food Court mit sehr vielen Tischen und Stühlen und am Rand sind dann die ganzen Fast Food Dinger. In der Mitte geht dann eine riesige Rolltreppe nach oben, die in einer Erdkugel endet. Von unten kann man auch, wenn man nach oben guckt, die ganzen Büros sehen. Am Ticketschalter haben wir dann gleich den ABC Pass gefragt, welcher für CNN und Coca Cola gilt. Und dann konnten wir auch gleich, wenn wir wollten, an einer Tour teilnehmen. Da wir schon mal da waren und echt wenig los war, haben wir dann auch gleich die Tour gemacht.

Als Erstes ging es dann die hohe Rolltreppe hoch in einen Raum, wo verschiedene Bildschirme hingen. Ein Bildschirm zeigte das aktuelle Programm an, ein weiterer was als nächstes komm und noch ein weiterer was danach folgen wird. Dann hab es noch einen Bildschirm, der den Text vom Teleprompter zeigte. Diese Bildschirme waren jetzt nur für die Touristen da, aber irgendwo, zum Beispiel im Newsroom, werden die Bildschirme nach diesem Prinzip auch genutzt. Nach diesen Raum ging es in ein kleines Studio, welches vor allem frühmorgens genutzt wird. Da erläuterete unser Tourguide wie das mit dem Teleprompter und dem Greenscreen funktioniert. Danach ging es vor eine Glasscheibe, wo man in ein größeres Studio hineingucken konnte. Da bereitete sich auch gerade eine Frau auf ihre Moderation vor. Mehrere andere Leute wuselten um sie herum und verkabelten und schminkten sie. Anschließend konnten wir von oben einen Blick in den Newsroom werfen. Dort werden vir allem neue Nachrichten recherchiert, ausgefeilt und verifiziert. Zu jedem Arbeitsplatz gehörten meist zwei Bildschirme. Insgesamt ca. 60 Journalisten waren im Newsroom; zu Topzeiten sind es um die 250. Irgendwann haben wir dann noch durch eine Glasscheibe ein anderes Studio gesehen, wo sich auch eine Moderatorin vorbereitet hat. Die hat uns dann gesehen und zugewunken. Leider kannte ich diese Moderatorin auch nicht. Eigentlich kenne ich nur zwei CNN Moderatoren mit Namen: Anderson Cooper UND FEHLT NOCH. Die sind immer Abends im Fernsehen. Aber natürlich waren die zu dieser Zeit noch nicht da. Insgesamt hat die Tour 55 Minuten gedauert und ich fand sie irgendwie besser als in 2008 (obwohl unser Tourguide halb am verrecken war und mehrmals die Tour aufgrund von Husten und Niesanfällen unterbrechen musste). Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich jetzt Journalismus studiere.

Nachdem wir bei CNN dann mit der Tour durch waren, beschlossen wir zu Coca Cola zu gehen. Das Auto hatten wir in der Nähe von Coca Cola auf einen Parkplatz gestellt (5$ für den ganzen Tag). Bei Coca Cola war es gut, dass wir die Tickets schon hatten. So mussten wir uns nicht mehr am Ticket Schalter anstellen, sondern konnten gleich zum Security Check. (Ich schreibe jetzt übrigens mit einem anderen Kuli weiter, wil mein schöner roter Kuli gerade leer gegangen ist). Bei Coca Cola kommt man zuerst auch in einen Raum, wo man begrüßt wird. Danach geht es in einen großen Kinosaal, wo ein Einführungsfilm gezeigt wird. Der Film ist absolut kitisch und pure Selbstverherrlichung für das von Zucker nur so triefende Getränk. Danach konnte man dann selbst die „World of Coca Cola“ erkunden. Ein Teil beschäftigt sich mit der „Secret Formula of Coca Cola“, also der Strenggeheimen Formel, woraus das Getränk gemacht wird. Nun ja, die Formel ist nun mal eben geheim und dementspechend langweilig war dann auch dieser Teil, weil man absolut nichts interessantes sehen konnte. Am Bescheuersten fand ich, dass man dann plötzlich vor so einem riesigen Tresor stand, den man dann auch nicht näher anschauen durfte, weil da das streng geheime Rezept drin wäre. Haha, wer’s glaubt. Da waren sicherlich nur Colaflaschen für die Putzkräfte drin. Oder er war einfach nur leer-

In einem anderen Raum waren Coca Cola Plakate aus der ganzen Welt ausgestellt. Sowas ansehen mag ich ja immer gerne. Vor alem die deutschen Plakate waren sehr amüsant. Die meisten habe ich auch abfotografiert. Dann gab es noch ein 4D-Kino. Man sitzt da so auf Sessel, die sich bewegen und hat eine 3D-Brille auf der Nase. Es ruckeöt die ganze Zeit und ab und zu spritzt es auch Mal. Eigentlich ich es ziemlich cool, aber ich konnte es nicht wirklich genießen, weil meine Augen die ganze Zeit tränten. Kurz vor dem Ende des Rundgangs kam dann der Tasting Room. Dort konnte man zu Coca Cola zugehörige Marken von den verchiedenen Kontinenten probieren. Die meisten Sachen schmecken echt unterirdisch, sogar MezzoMixx aus Deutschland hat komisch geschmeckt.

Und wer kennt das eigentlich nicht? Es ist ein heißer Sommertag – so wirklich richtig heiß – man schwitzt und ist wie ausgetrocknet. Dann holt man sich eine eiskalte Cola, öffnet sie, hört das Zischen, trinkt. Wonderful Feeling. So etwas ähnliches habe ich irgendwie auch erwartet, als ich die Cola da probiert habe.  Aber … man, hat die vielleicht scheiße geschmeckt. Total verwässert. Finde ich nicht gut. Aber wenigstens hab es noch eine Coca Cola Glasflasche für jeden am Ausgang kostenlos dazu. Meine von 2008 steht immer noch in meinem Zimmer in einer Vitrine. Ob ich die neue trinke, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich aber nicht, weil die Flasche etwas anders ist als die von 2008. Die neue macht sich dann bestimmt auch gut in meiner Vitrine.

Nach Coca Cola ging es dann zum Hard Rock Cafe, wo ich mir schnell noch ein Shirt gekauft habe. Anschließend haben wir uns auf Hotelsuche begeben. Ins Navi hatten wir Holiday Inn Express and Suites eingegeben, doch als wir davor standen, war aus dem Holiday Inn ein Quality Inn geworden. Dort gab es aber auch eine Suite und die auch noch ziemlich günstig. Nachdem wir das Zimmer dann hatten, stellten wir fest, dass es im dritten Stock liegt – und es keinen Fahrstuhl gab. Also mussten wir unsere schweren Koffer selbst nach oben schleppen. Das war nnicht sehr schön, vor allem weil ich ja auch noch einen Rucksack und meine Handtasche (beides natürlich vollbepackt) tragen musste. Aber irgendwie habe ich es dann doch nach oben geschafft. Die Suite war sehr groß, wirkte aber aufgrund der Röhrenfernseher leicht rückständig auf mich.

Nach dem Einchecken sind wir dann zu California Pizza Kitchen gefahren bzw. wollten wir es. Doch das Navi hat uns mitten in das Finanzdistrikt geführt. Einen California Pizza Kitchen erwarteten wir dort nicht, aber plötzlich stand mitten zwischen den riesigen Hochhäusern eine riesige Shoppingmall. Einen Parkplatz hatten wir dann auch schnell gefunden. Doch California Pizza Kitchen in der Shopping Mall zu finden, gestaltete sich schwieriger als gedacht. Dabei ist mir aber aufgefallen, dass so gut wie jeder Laden da war: Abercrombie, Hollister, American Eagle, Gap, Aeropostale, Apple, Ed Hary (der Ruf von Ed Hary ist in den USA übrigens noch nicht so down wie in Deutschland). Nach 20 Minuten Herumirrens hatten wir dann auch endlich CPK gefunden und ich bestellte mit eine Poizza Pepperoni (= Salamipizza). War sehr, sehr lecker.

Danach bin ich noch schnell zu American Eagle und hab mir dort eine neue Jeans und Flip Flops gekauft. Anschließend habe ich bei Hollister noch einmal vorbeigeschaut und bin den Rabatten erlegen: Auch noch mal ein paar neue Flip Flops und eine Tasche. Reduziert + 50% reduziert. Oh man, und meine ganzen Einkaufstaschen durfte ich dann auch 3 Stockwerke hochtragen.

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