Von Hannover nach Houston

8. September 2012: Von Hannover – Frankfurt – Houston

Ich sitze im Flugzeug und es sind noch ungefähr fünfeinhalb Stunden zu fliegen. Es ist die Zeit, wo die eine Hälfte der Passagiere eingeschlafen und die andere Hälfte auf Wanderschaft durch das Flugzeug ist. Ich selbst langweile mich tierisch und habe bereits eine Folge King of Queens, How I met your mother, The Big Bang Theory und Men in Black 3 geguckt. Jetzt gucke ich gerade Dark Shadows, obwohl ich ihn schon im Kino gesehen habe und nur so mittelmäßig fand.

Dass ich überhaupt in diesem Flugzeug sitze, grenzt an ein Wunder. Doch um alles zu verstehen, sollte ich wohl mit dem Anfang anfangen:

Mein Wecker klingelte um kurz vor drei – morgens natürlich. Sofort checkte ich den Flugstatus meiner beiden Flüge. Planmäßig. Also bisher keine Auswirkungen vom Streik. Geplant war um viertel vor vier loszufahren, doch natürlich ging es erst um viertel nach vier zum Flughafen. Ich betone: An mir lag es nun wirklich nicht. In Hannover am Flughafen klappte die Gepäckabgabe problemlos. Ich hatte ja schon vorher online eingecheckt. Danach gabs dann erst einmal frischgepressten Orangensaft und Brötchen bei dem Mövenpickbistro, Terminal A. Lieber hätte ich natürlich im richtigen Mövenpickrestaurant gefrühstückt, aber zu dieser Zeit hatte es ja noch nicht auf. In Hannover sind wir dann auch pünktlich weggekommen. Auffällig war, dass unter den Passagieren auch Lufthansa Stewardessen waren und der Flug nicht ausgebucht war. In Frankfurt sind wir dann pünktlich angekommen und haben uns gleich auf dem Weg zum Gate gemacht. Wer schon mal am Frankfurter Flughafen war, der weiß, dass man – egal wohin man will – immense Strecken zurücklegen muss. Sei es das Flugzeug was kilometerweit fährt um letztendlich auf einer Außenposition zu parken, sei es die elendig lange Busfahrt von der Außenposition bis zum Gate am Terminal oder sei esdann der bevorstehende Fußmarsch von Gate zu Gate. Ich mag den Frankfurter Flughafen einfach nicht. Er ist mir zu unübersichtlich und so gut wie nirgendwo kann man da mal was anständiges Essen. Na ja, das Problem zu verhungern hätte ich ja eigentlich nicht gehabt, denn der Flug nach Houston sollte um 10.10 Uhr gehen. Pünktlich um halb zehn begann das Boarding. Zum ersten Mal sollte ich mit dem A380 fliegen. Ihr wisst schon, dieser fette Vogel. Das Boarding hat ziemlich lange gedauert, weil immerhin 94 Reihen in der Economy Class zu füllen sind plus das obere Deck mit First und Business Class. Der Flug war/ist übrigens komplett ausgebucht.

Der kaputte A380. Mit diesem konnten wir dann leider nicht nach Houston fliegen.

Nach ca. 30 Minuten saß ich dann endlich auf meinem Platz (86A) und wartete, dass es losgeht. Und wartete. Und wartete. Wartete. Irgendwann kam dann die Durchsage, dass sich der Abflug etwas verzögern wird, da sich irgendwelche Klappen nicht mehr einfahren lassen. Kurz darauf hieß es, dass die Klappen sich doch einfahren lassen würden, aber die Anzeige dafür nicht funktionieren würde. Deshalb wurden noch einmal Treppen geholt, damit Monteure das Flugzeug betreten konnten. Zu diesem Zeitpunkt schaltete ich mein Handy wieder an und erläuterte in meiner WhatsApp Studiengangsgruppe den Zwischenstand. An dieser Stelle möchte ich mich für den übermäßigen Spam in Form von Textnachrichten und Bildern entschuldigen – aber ihr müsst verstehen: Mir war saulangweilig!

Nach etwas mehr als einer Stunde meldete sich der Pilot wieder und zwar mit folgender Nachricht: „Ich habe eine schlechte Nachricht für Sie. Mit diesem Flugzeug werden wir heute nicht nach Houston fliegen. Ein Ersatz-A380 steht bereits bereit.“ Dann erklärte er, dass es jedoch noch einige Zeit dauern würde bis alles umgeladen ist: Gepäck, Essen, Passagiere.

Also ging es zurück zum Terminal, wo wir dann auch noch mal über eine Stunde warten mussten bis es endlich in das neue Flugzeug ging. Mit mehr als 4 Stunden Verspätung ist dieser dann endlich abgehoben. Und jetzt siche ich hier und versuche die schmerzenden Beine zu ignorieren. A380 fliegen muss übrigens echt nicht sein. Hier mal ein paar Vor- und Nachteile, die mir bisher aufgefallen sind:

– der erste A380 war kaputt

– die Sitzabstände in der Economy Class sind noch kleiner als bei einem anderen Airbus oder Boing; ich kann mich noch nicht einmal zu meinem Rucksack runterbrücken, so wenig Platz ist hier

– die Auswahl an Filmen + Sendungen ist groß, aber nicht alle sind auch auf Deutsch synchronisiert (Mama findests schitte)

– der Becherhalter, welcher am Vordersitz angebracht ist, ist viel zu tief platziert. Man muss die ganze Zeit aufpassen, dass man nicht ranstößt und alles auskippt. Ist sonst auch immer besser gewesen.

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